
Ein Karma ist so
bindend und intensiv, dass wir, obgleich wir eine freie Entscheidung über
unseren Lebensweg zu haben scheinen, keine Änderung mit unserem eigenen Willen
hervorrufen können.
Auf der Straße des Lebens, stehen wir vor Wegen, die mitunter unabänderbar sind.
Wir sehen uns oft Situationen und Ereignissen gegenüber, die uns an unserem
persönlichen Glück zweifeln lassen. Freilich wünschen wir uns für uns selbst
Leichtigkeit und Zufriedenheit, aber ist das nicht zu egoistisch?
Kann es nicht sein, dass wir auch negativen Ereignissen etwas Positives
abgewinnen können? Klingt Paradox, ist aber tatsächlich so. Etwas für uns
negatives, kann im späteren Verlauf der sich nachziehenden Ereignisse durchaus
als Grundstein für eine positivere Entwicklung gesehen werden, oder aber auch,
dass uns negative Ereignisse geschehen, die für andere Menschen um uns herum zur
Aufgabe oder Entwicklung der eigenen Wege beiträgt.
Wir sind miteinander vernetzt. Wir dürfen vom Leben nicht nur positives
abverlangen, sondern müssen auch in andere Richtungen Denken und verstehen, dass
wir nur ein kleiner Teil eines großen Netzes sind. Ab und zu, werden wir in
diesem Netz zum Prellbock negativer Dinge, aber um uns herum, kann wiederum
etwas anderes positives entstehen.
Das was auch auf negativer Ebene zu uns dringt, kann uns für den späteren
Verlauf der Dinge dennoch positiv beeinflussen.
Wir unterliegen hier dem Gesetz der Ursache und Wirkung. Das was wir tun, zieht
unweigerlich eine Folge von Ereignissen nach, die unseren Weg bestimmen. Somit
handeln wir im hier und jetzt bereits so, dass wir uns mit jeder Handlung die
wir tun, bereits die Zukunft bahnen.
Handlungsunfähigkeit bedeutet Stillstand, welcher wiederum in Dauerhaftigkeit zu
Unzufriedenheit führt. Länger anhaltende Unzufriedenheit kann das eigene
Bewusstsein schwächen, und das soweit, dass wir Selbstzweifel aufbauen.
Handlungen und Taten wiederum, können schnell aufeinander folgende Ereignisse zu
uns tragen, die wir je nach Umsetzungsvermögen zum positiven, oder aber zum
negativen wenden können.
Ein negatives Karma abarbeiten, bedeutet nicht nur dass wir uns auf vergangene
Existenzen konzentrieren sollten, sondern auch unser hier und jetzt
„bearbeiten“. Wir stehen vor dem dualen Gesetz: Das was Du tust, kommt wiederum
in gleicher oder ähnlicher Form zu dir zurück. Wir bekommen immer wieder die
Möglichkeit gegeben, dass wir negative Handlungsweisen mit ihrer „Rückkehr“ zu
uns „ANDERS“ bearbeiten können.
Ich höre den Satz: „Ich habe einen Fehler gemacht“ unzählige male. Gibt es
Fehler? Handeln wir nicht immer so, wie wir es im Augenblick des Ereignisses für
„Richtig“ befinden?
Wir würden nie absichtlich Fehler begehen oder falsche Entscheidungen treffen.
Also wo liegt da der Fehler?
Wir sind da, um das Leben mit allen Höhen und Tiefen zu meistern. Aus Handlungen
die wir später als Fehler bezeichnen, lernen wir mit ähnlicher Situation
vielleicht in der Zukunft anders umzugehen.