Eine Abschrift aus dem kleinen Celestine Führer zu den Neun Erkenntnissen.

 

James Redfield schrieb die wohl beliebtesten spirituellen Bücher die je veröffentlicht wurden, hier die Definitionen  jeder einzelnen Erkenntnis, aus diesen Werken.

Die Erste Erkenntnis : Eine Kritische Masse

Die Zweite Erkenntnis: Das verlängerte Jetzt

Die Dritte Erkenntnis: Eine Frage der Energie

Die vierte Erkenntnis: Der Kampf um Macht

Die Fünfte Erkenntnis: Die Botschaft der Mystiker

Die Sechste Erkenntnis: Die Klärung der Vergangenheit

Die Siebte Erkenntnis: Der Energiefluss tritt ein

Die Achte Erkenntnis:
Die Interpersonelle Ethik

Die Neunte Erkenntnis: Das Auftauchen einer Kultur

Die erste Erkenntnis Eine Kritische Masse

In  der menschlichen Kultur findet gegenwärtig ein neues spirituellen  erwachen statt, herbeigeführt von einer kritischen Masse von Individuen, die ihr Leben als eine spirituelle Entfaltung  erfahren, als eine Reise auf der  wir  von geheimnisvollen Fügungen gelenkt werden.
 Die Erste Erkenntnis  ist die Erkenntnis des Erwachens. Sie konzentriert sich  auf die geheimnisvollen Fügungen, die im Leben jedes Menschen auftreten. Natürlich haben wir solche Fügungen seit Jahrhunderten als reine Zufälle und somit als bedeutungslos  abgetan. Aber während  wir über die spirituelle Dimension unserer Existenz  nachdenken und  unser Bewusstsein öffnen, erleben wir zunehmend Phänomene, die sich nicht einfach leugnen lassen oder beiseite schieben lassen. Warum  wachen wir z. B. morgens mit dem Gedanken an einen alten Freund auf, nur um  dann am selben Tag einen Anruf von genau diesen Freund zu erhalten? Warum führt eine zufällige Begegnung mit der richtigen  Person zum richtigen Zeitpunkt oft zu großen Fortschritten in unserem Beruf, unseren Beziehungen und den Bewusstsein für innere  Talente?
Der Schweizer Psychologe Carl G. Jung nannte dies Phänomen, das Erkennen von Bedeutungsvollen Zufällen, Synchronizität. Und wir können nicht innehalten und über solche Ereignisse nachdenken, ohne unmittelbare Beweise für dass Wirken einer göttlichen Kraft in unserem Leben zu erkennen. Wir sind nicht  aus purem Zufall hier in diesem Leben, verwickelt in ein bedeutungsloses  Drama. Unser Leben hat einen Sinn, eine Bestimmung. Wir  scheinen von einer geheimnisvollen Vorsehung geführt zu werden.
 Im Rückblick auf die schicksalhaften Begebenheiten unserer Vergangenheit lassen sich solche Synchronismen leicht erkennen: die Erfahrungen innerhalb unserer Familie, die uns  prägten, die Menschen, die unsere  frühen Interessen und schulischen Ziele beeinflussten, die Weggabelungen, die uns dorthin brachten, wo wir heute stehen. Viel schwerer ist es, diese Bewusstheit in der Gegenwart aufrechtzuerhalten. Wem werden wir  heute begegnen? Welche Information  wird uns erreichen, die unserem Leben eine neue Richtung gibt?
 Sofort möchten wir mehr über diesen Prozess herausfinden, darüber, wohin uns diese geheimnisvollen Zufälle lenken werden. Wir fragen uns sogar: Sind sie real? Ist unser Erkennen von Synchronismen wirklich wesentlich? Diese Fragen führen uns unmittelbar zur Zweiten Erkenntnis

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Die zweite Erkenntnis
 Das Verlängerte Jetzt

 Dieses Erwachen repräsentiert die Schöpfung eines neuen, vollständigeren Weltbildes, dass an die Stelle einer fünfhundert Jahre andauernden Beschäftigung mit dem  weltlichen Überleben und dem Streben nach Bequemlichkeit tritt. Zwar war die Beschäftigung mit der Technologie ein wichtiger Schritt, doch wird erst das Erkennen der bedeutsamen Fügungen in unserem  Alltag   uns die  wahre Bestimmung des menschlichen Lebens auf diesem Planeten und die wahre Natur unseres Universums offenbaren.
 Die zweite Erkenntnis stellt sich ein, wenn wir die historische Bedeutung unseres Erwachens begreifen. Wir sehen jetzt,  dass wir jahrhundertelang in einem weltlichen Dornröschenschlaf versunken waren. Sobald  uns >> Celestine-Augenblicke<< in unserem Leben bewusst werden, befinden wir uns in einem Prozess des Erwachens, der uns von der  ausschließlichen Konzentration auf materielle Sicherheit und Bequemlichkeit wegführt.
 Die europäische Renaissance  begann, als  wir den Glauben an die Fähigkeit der mittelalterlichen Kleriker verloren, unsere spirituelle Wirklichkeit angemessen zu beschreiben. Wir gaben der Wissenschaft den Auftrag, die uns umgebende Welt zu erforschen und unsere spirituelle Natur zu ergründen.  Bis in die jüngste Zeit konzentrierten Wissenschaftler sich ausschließlich darauf, jene Kräfte zu finden, von denen unsere Welt ihrer Ansicht nach gelenkt wird.
 Doch der Verlust an innerer Gewissheit, den der Niedergang der Kleriker mit sich brachte, erzeugte eine tiefe existentielle Unsicherheit. Worin lag die wahre Bestimmung des menschlichen Lebens? Wir beschwichtigen unsere Unsicherheit, indem wir uns einen anderen Ziel widmeten; dem materiellen Fortschritt. Wir beschlossen, uns auf unserer Erde so sicher  wie möglich einzurichten, die Bedingungen der physischen Welt immer weiter zu verbessern -zumindest solange, bis uns unsere wahren spirituelle Situation bewusst wurde.
 Während der  Industriellen Revolution kam es zu bedeutenden technologischen Neuerungen, die uns in unsere Konzentration auf den Fortschritt verstärkten. Unser Bedürfnis nach spirituelle Erkenntnis verschwand fast völlig. Wir widmeten uns ganz unseren weltlichen Unternehmungen und machte uns vor, in einem rationalen und vorhersagbaren Universum zu leben, in dem Zufälle keine Bedeutung hatten.
 In den letzten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts hat dieses Weltbild, indem für spirituelle Mysterien kein Platz  mehr war, zunehmend Risse bekommen, und zwar gerade durch neue Erkenntnis der

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 Die dritte Erkenntnis  Eine Frage der Energie

 Heute erkennen wir, dass wir nicht in einem materiellen Universum leben, sondern in einem  Universum  voll dynamischer Energie. Alles um uns herum ist ein Feld heiliger Energie, welches wir spüren und intuitiv erfassen können. Außerdem können wir Menschen unsere Energie nach außen projizieren, indem wir unsere Aufmerksamkeit in die gewünschte Richtung lenken  (die Energie folgt der Aufmerksamkeit). Dadurch beeinflussen wir andere Energiesysteme und erhöhen die Zahl bedeutsamer Fügungen in unserem Leben.
 Die Arbeit Albert Einsteins  läutete zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts das Ende des alten, materiellen Weltbildes ein. Seit der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts hatte die Wissenschaft das Universum im Lichte von Isaac Newtons mechanistischen Theorien betrachtet. Laut Newton handelte es sich bei der Materie und den  Atomen, aus denen sie sich zusammen setzte, um festes Material, dessen wechselseitiges Verhalten durch  unabänderliche Naturgesetzte bestimmt war.
Newton behauptete, dass wir in einem präzise arbeitenden Uhrwerks-Universum leben. Jedes Ereignis in diesem Universum hatte nach dieser Auffassung eine klar erkennbare physikalische Ursache, sowie Billardkugeln, die auf eine vorhersagbare,  geordnete Weise von einander prallen. Galaxien, Sterne, Planeten werden laut Newton  alle auf geordnete Weise durch die Kraft der Gravitation bewegt, welche bewirkt, das Himmelskörper andere, größere Körper  umkreisen. Die Newtonschen Ideen führten zu der Illusion, es gäbe in Universum keine Geheimnisse.
 Dann stellte  Einstein mit einer reihe verblüffender  Erkenntnisse die Welt auf den Kopf. Einstein zeigte, dass Materie nicht wirklich fest  ist. In Wirklichkeit handelt es sich bei ihr um strukturierte und komprimierte Energie. Einsteins andere Entdeckungen waren genauso bahnbrechend. Die Zeit ist keine Konstante, sondern relativ zur Masse und Geschwindigkeit des jeweiligen Objektes. Bei anderen physikalischen Forschungen wurden  Partikel entdeckt, die sich  anscheinend an zwei Orten zur selben Zeit befinden können oder auf eine Weise verschwinden und wieder auftauchen, die sich mit den  Gesetzen des Newtonschen Weltbildes nicht erklären lässt.
 Allmählich öffnen wir uns dem wahren Mysterium unseres Universums. Wir leben in einem Universum aus dynamischen Energiefeldern, einen dynamischen Universum, welches  uns selbst mit einschließt. Wir sind komplizierte Energiesysteme, Felder, die weit über die Grenzen des physischen Körpers hinaus reichen und andere Energiesysteme berühren und beeinflussen.

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Die vierte Erkenntnis  Der Kampf um Macht

 Viel  zu  oft schneiden wir  uns von der größeren Quelle dieser Energie  ab und fühlen uns deshalb schwach und unsicher. Um Energie zu erhalten, manipulieren wir häufig andere Menschen,  damit sie uns Aufmerksamkeit und somit Energie zukommen lassen. Wenn wir andere auf solche Weise dominieren, fühlen wir uns stärker und mächtiger, während die anderen dadurch geschwächt werden und sich deshalb oft gegen diesen Energieraub wehren. Wettstreite um knappe menschliche Energie ist die Ursache für alle zwischenmenschlichen Konflikte.
Die große Leistung moderner Psychologen - Carl G. Jung, Otto Rank, Eric Newman und Eric Berne - bestand darin, dass sie aufzeigten, wie menschliches Verhalten, durch sehr tief sitzende Unsicherheit motiviert wird. Wir fühlen uns allein und hoffen, Sicherheit zu erlangen, indem wir nach Anerkennung durch unsere Mitmenschen streben. Wir möchten das Gefühl haben, dass andere uns wegen unseres Wissens und unserer gesellschaftlichen Stellung respektieren, ja sich uns sogar unterordnen. Auf subtile Weise versuchen wir, diese Anerkennung zu erzwingen, indem wir die Gedanken und Meinungen der Menschen in unserer Umgebung kontrollieren. Wir alle kennen dieses Gefühl aus eigener Erfahrung. Allein fühlen wir uns oft ängstlich und besorgt, sind unsicher über unseren Wert und Status. Sind wir aber mit jemandem zusammen, der uns seine ganze Aufmerksamkeit schenkt, andächtig dem lauscht, was wir zu sagen haben, dann spüren wir einen Kraftschub, fühlen uns getragen. Unsere Gedanken fließen dann mit großer Leichtigkeit, und unser Selbstwertgefühl wird gestärkt. Dieses Gefühl ist motivierend und sehr verführerisch. Von Kind auf lernen wir, andere durch Täuschung und Zwang dazu zu bringen, dass sie sich unseren Wünschen und Meinungen unterwerfen.
Auch haben wir alle schon erlebt, dass ein anderer Mensch versuchte, unser Selbstwertgefühl zu untergraben, um uns zu verwirren, und zu erreichen, dass wir uns ihm unterwerfen. Wenn wir uns diesem Versuch wiedersetzen, sind oft schwer beizulegende Meinungsverschiedenheiten die Folge.
Diese negative Interaktion ist im zwischenmenschlichen Umgang allgemein verbreitet. Wir beginnen jedoch nach und nach, ihre energetischen Hintergründe zu begreifen. Wenn wir jemanden dazu zwingen, sich unserem Willen zu unterwerfen, saugen wir damit Energie aus dem Energiefeld der anderen Person ab, um so bei uns selbst einen Energieschub zu bewirken. Aber heute wissen wir, dass es nicht notwendig ist, sich zusätzliche Energie von anderen Menschen zu stehlen. Es gibt einen andere Quelle, die uns jederzeit zur Verfügung steht: eine göttliche Quelle spiritueller Energie, aus der wir wirkliche Sicherheit schöpfen können.

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Die Fünfte Erkenntnis  Die Botschaft der Mystiker

Unsicherheit und Gewalt enden, sobald  wir eine innere Verbindung mit der göttlichen Energie spüren, eine Verbindung,  wie sie von den Mystikern aller  Traditionen geschrieben wurde. Leichtigkeit, Lebensfreude und ein beständiges Gefühl der Liebe sind Anzeichen für  diese Verbindung. An ihnen kann man erkennen, dass es sich um eine wirkliche spirituelle Verbindung handelt und nicht bloß um eine eingebildete.
 Jede Religion besitzt ihre eigenen mystischen Denker, die über  dass religiöse Dogma hinausblicken, um die innere, auf Erfahrung beruhende Wahrheit zu erforschen. Diese Mystiker verkünden eine gemeinsame Botschaft: jeder von uns verfügt über eine eigene Verbindung zur göttlichen Energie. Wir werden offen für diese Verbindung, wenn wir uns bewusst dafür entscheiden, uns vorbehaltlos und mit ganzem Herzen auf sie einlassen.
 Die Mystiker beschreiben  genau, welche Erfahrungen durch  dieVerbindung mit dem Göttlichen in uns ausgelöst werden. Sie nennen mehrere klar erkennbare Kriterien anhand deren wir unsere Fortschritte beurteilen können. Erstens beschreiben die Mystiker ein Gefühl der Leichtigkeit und Lebensfreude, ein Gefühl des >>Getragensein<< . Von manchen Mystikern  wird sogar berichtet, sie hätten während solcher ekstatischen Zustände geschwebt.
 Ein weiteres Kriterium sind Gefühle von Euphorie, Freude und Frieden - ein Frieden, der, ganz unabhängig von der jeweiligen persönlichen Lebenssituation, die Seele von jeder Verhaftung an Ziele und bestimmte Resultate befreit. Wer auf diese Weise befreit ist, lässt sich in seinem Handeln nur noch vom eigenen  Gewissen leiten.
 Das Gefühl der Liebe schließlich ist das am häufigsten beschrieben Merkmal einer wahren inneren Verbindungen zum Göttlichen. Diese Erfahrung bedeutet nicht, dass man sich  selbst ein Gebot  auferlegt, von nun an  >liebevoll sein zu müssen<. Viel mehr gerät man dabei einfach in einen Zustand der Liebe. Vermutlich wird diese Erfahrung  missverstanden, weil  wir  an die Vorstellung gewöhnt sind, Liebe braucht ein Objekt. Wir lieben einen  Partner, ein Kind, unsere Eltern oder sogar eine bestimmte Tätigkeit. Aber das mystische Gefühl der Liebe ist eine Liebe ohne jedes Objekt.
 Diese Kriterien verraten uns, ob wir bereit  sind,  uns der spirituellen Energie in uns zu öffnen. Ist diese Verbindung einmal fester Bestandteil unseres Lebens, sind die Auswirkungen unverkennbar. Wir erfahren einen Zuwachs an Kraft und Energie, der sich nicht aus unserer Beeinflussung anderer Menschen  speist, sondern aus unserer eigenen sich entwickelnden inneren Quelle, von der wir auf der Suche nach unserer spirituellen Bestimmung geführt werden.

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Die Sechste Erkenntnis  Die Klärung der Vergangenheit

 Je länger es uns gelingt, die Verbindung aufrecht zu erhalten, desto deutlicher spüren wir, wenn wir  diesen Kontakt wieder verlieren, was meistens in Stresssituationen geschieht. In solchen Augenblicken erkennen wir, auf welche Weise wir Energie von anderen Menschen  stehlen. Sind  uns unsere Manipulationen erst einmal bewusst, wird unsere spirituelle Verbindung  beständiger. Dann können wir unseren persönlichen Wachstumspfad, die spirituelle Bestimmung unseres Lebens entdecken, jenen individuellen Weg, auf dem wir unseren Beitrag für die Welt leisten können.
 Haben wir einmal den Kontakt zu der  göttlichen  Energiequelle in  uns hergestellt, spüren wir  sehr deutlich jede Unterbrechung dieses Kontakts. Unterbrechungen treten im allgemeinen  auf, wenn wir unter Stress stehen, wenn wir ängstlich sind und glauben, wir müssten das Verhalten unserer Mitmenschen kontrollieren.
 Solche Momente sind  eine gute Gelegenheit herauszufinden, auf welche Weise wir anderer zu kontrollieren versuchen, welche >>Kontroll-Dramen<<, wie ich es  genannt habe, wir aufführen. Wenn wir z. B. andere zu kontrollieren versuchen, indem  wir ihnen Schuldgefühle einreden, weil sie angeblich nicht genug für uns getan haben,  spielen wir die Rolle des >>armen Ich<<. In diesem Fall gewinnen wir Energie, sobald die anderen sich auf diesen >>Schuld-Trip<< einlassen und uns ihre Aufmerksamkeit  widmen.
 Wir können aber auch auf eine etwas passivere Weise zu kontrollieren versuchen, indem  wir in die Rolle des distanzierten, geheimnisvollen und unverbindlichen >>Unnahbaren<< schlüpfen. Dabei hoffen wir, Aufmerksamkeit und somit  Energie zu erlangen, in dem  wir andere dazu bringen, uns hinterher zu laufen, um hinter das Geheimnis  unserer Distanziertheit zu kommen.
 Ein aggressivere Variante des Kontrollverhaltens besteht darin, anderen Fehler nachzuweisen, so dass  sie sich uns gegenüber gehemmt und überwacht fühlen und wir uns in der Position des >>Vernehmungsbeamten<< befinden. Zuletzt kommen  wir zum aggressivsten aller Kontroll-Dramen: dem des >>Einschüchterns<<, der anderen Energie stiehlt, indem er ihnen Angst einjagt und dadurch ihre Aufmerksamkeit erzwingt.
 Wenn  wir es vermeiden wollen, uns immer wieder unbewusst in diese Kontroll-Dramen zu verwickeln, muss jeder von uns zunächst sein persönliches >> Drama<< identifizieren und sich darüber klar werden,  wann er diese Manipulationen anwendet. Warum? Weil unbewusste Gewohnheiten ihre Macht  über uns verlieren, sobald wir uns wirklich über sie klar werden. Dann können wir jene Perioden ausdehnen, in denen unsere spirituelle Verbindung stabil ist  und wir uns in einem Zustand des Vertrauens und der Liebe befinden - so dass wir offen sind für unsere wahre Lebensaufgabe, unsere spirituelle Bestimmung.
 Wenn wir uns unser >>Kontroll-Drama<< bewusstgemacht haben und in Kontakt mit unserer inneren Energiequelle bleiben, sind wir imstande, uns und unser Leben einer  ehrlicheren Betrachtung zu unterziehen. Zuerst erkennen  wir dann, wie die besondere Dynamik in unseren Elternhaus unser Kontroll-Drama verstärkte und zu Machtkämpfen zwischen einzelnen Familienmitgliedern führte. Dann können wir über jene Kämpfe hinausgehen, um den spirituellen Sinn unserer Kindheitserfahrungen zu entdecken.
Wir müssen einen Schritt zurücktreten und uns fragen: warum wurde ich dort hineingeboren? Für welche Lebensfragen sollte ich  dadurch besonders sensibilisiert werden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, müssen wir uns die Lebensweise unserer  Eltern genau anschauen. Wofür stand mein Vater? Was waren seine Stärken und besonderen Leistungen? Was erhoffte er sich vom Leben, ohne es je zu erlangen?
 Ebenso müssen wir auch das Leben unserer Mutter betrachten und uns diesbezüglich die gleichen Fragen stellen. Was  war das wichtigste in ihrem Leben? Was versuchte sie, der Welt zu geben, ungeachtet dessen, ob sie damit Erfolg hatte oder scheiterte?
 Eine solche Analyse ermöglicht es uns, die Familie, in  die wir hineingeboren wurden, als einen besonderen Impuls zu erkennen, der uns veranlasst, die  verschiedenen Ansichten unserer  Eltern zu vereinen. Spirituell gesehen, handelt es sich  um zwei Lebensphilosophien,  die sich zumindest teilweise unterscheiden, vielleicht sogar im Widerspruch zueinander stehen. Und  doch wurden  wir gerade diesem Umfeld ausgesetzt, um die persönlichen Wahrheiten unserer Eltern miteinander in Einklang zu bringen, so dass etwas höheres daraus entstehen kann.
 Dieser spirituelle Prozess bewirkt, dass eine Generation die von ihren Vorfahren ererbte Realität zu einer neuen, wahrhaftigeren Form entwickelt. Unser Leben dreht sich darum, dass wir die verbindende Wahrheit unseres Elternhauses finden und sie dann kontinuierlich weiterentwickeln, bis die Weitergabe dieser Wahrheit zu unserer persönlichen Bestimmung wird. Haben wir das  erkannt, wird deutlich, dass alle Erfahrungen in unserem Leben uns zu dieser Bestimmung hinführten.

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Die Siebte Erkenntnis  Der Energiefluss tritt ein

 Wenn  wir unsere persönliche Lebensaufgabe erkannt haben, nehmen die geheimnisvollen Fügungen in unserem Leben zu, durch die wir zu unserer Bestimmung hingeleitet werden. Zuerst haben wir eine Frage, daraufhin führen  uns Träume, Tagträume und  Eingebungen zu den Antworten, die wir meistens auf synchronistische Weise von anderen Menschen erhalten. 
Haben wir einmal die >>Wahrheit<< entdeckt, die wir in die Welt tragen sollen, die Botschaft darüber, worauf es im Leben ankommt, dann entfalten sich die geheimnisvollen Fügungen, die Synchronismen, in unserem Leben in großem Maße. Bei manchen von uns wird die Entdeckung ihrer persönlichen Bestimmung dazu führen, dass sie den Beruf wechseln. Andere werden erkennen, das sie dort, wo sie sich gerade befinden, ihre persönliche Wahrheit am besten leben können. Wieder andere, werden die Wahrheit nicht im Beruf verwirklichen, sondern in ihrer Freizeit. Doch auf welcher Bühne wir uns auch befinden mögen, immer werden wir erkennen, dass der Synchronismus in unserem Leben im klaren Bezug zu unserer Lebensaufgabe steht.
Wir sehen nun deutlicher, wie die geheimnisvollen Fügungen sich ereignen. Es beginnt mit der Eingebung, einer Vorahnung, einem geistigen Bild, dass uns bedeutsam erscheint, einer Idee für neue Aktivitäten und Projekte. Manchmal sind wir nicht in der Lage, das Gesamtbild zu erkennen, doch wenn wir unserer Eingebung folgen, kommt es zu weiteren Ereignissen, die uns wie vorherbestimmt erscheinen, und wir sehen, warum wir intuitiv in eine ganz bestimmte Richtung geführt wurden. Jede dieser Erfahrungen, führt natürlich wieder zu neuen Eingebungen. Uns wird enthüllt, wohin wir gehen müssen, um unsere Wahrheit anderen mitzuteilen, welche Gruppen unser Wissen benötigen und welche Form der Kommunikation jeweils die geeignetste ist.
Träume sind besonders wertvolle Wegweiser. Sie besitzen alle Merkmale einer guten Geschichte: ein Thema, Figuren und Handlung. Auch wenn ein Traum noch so merkwürdig sein mag, können wir die Handlung analysieren. Was haben uns die handelnden Figuren zu sagen? Welche Emotionen bringen sie zum Ausdruck? Wonach suchen sie? Vor wem sind sie auf der Flucht? Wenn man die Traumhandlung nimmt und in Bezug zum persönlichen Leben nimmt; Worin liegen da die Ähnlichkeiten? Geschehen im Leben ähnliche Dinge, ohne dass man sich dessen bislang bewusst war? Ist das Traumgeschehen, etwas was man gerne erleben möchte? Oder rät der Traum dazu eine bestimmte Handlung zu unterlassen?
Wir sollten stets aufmerksam auf alle Botschaften achten, die uns zukommen.

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Die Achte Erkenntnis  Die Interpersonelle Ethik

Wir können die Häufigkeit von Fügungen in unserem Leben erhöhen, wenn wir jedem Menschen der uns begegnet, Freundlichkeit und Inspiration schenken. Wir sollten sorgfältig darauf achten, dass wir in romantischen Beziehungen nicht die Verbindung zu unserer inneren spirituellen Quelle verlieren. In Gruppen gelingt es besonders gut, andere Menschen zu  inspirieren. Kindern freundlich und inspirierend zu begegnen ist wichtig, um ihre Entwicklung zu fördern und ihnen frühzeitig ein Gefühl der Geborgenheit zu  vermitteln. Indem wir die Schönheit in jedem Gesicht zu entdecken versuchen, helfen wir anderen dabei, zu ihrer Weisheit zu erwachen.
 Während  unserer wachsendes Bewusstsein  für schicksalhafte Fügungen  uns der Erfüllung unserer Lebensaufgabe entgegenträgt, bemerken wir, dass die meisten synchronistischen Botschaften von anderen Menschen kommen. Die richtige Information zur rechten Zeit kommt häufig in schriftlicher oder mündlicher Form von einem unserer Mitmenschen, und zwar oft unter höchst unwahrscheinlichen Umständen. Doch es stellt sich die Frage: Wie viele dieser wegweisenden Begegnungen entgehen  uns immer noch, weil wir zu schüchtern sind, mit einem uns freundlich entgegentretenden Fremden ein Gespräch anzuknüpfen oder selbst diesen ersten Schritt zu tun, wenn uns jemand interessant  erscheint? Wir müssen  lernen, auch noch die kleinste Möglichkeit einer wegweisenden Botschaften in Betracht zu ziehen, denn  wir wissen, sie könnte von jedem Menschen kommen, der uns Begegnet.
Und   zu dem erkennen wir immer deutlicher, dass wir diejenigen,  die unseren Weg kreuzen, ermuntern und inspirieren können, indem wir ihnen unsere volle Aufmerksamkeit schenken. Denn auf diese Weise senden  wir ihnen Energie, so dass sie zu neuen Erkenntnissen und einer klaren Sicht der  Dinge gelangen. Die Technik  die man anwenden kann, um andere zu inspirieren, besteht darin, sich intensiv auf das Gesicht der anderen  Person zu konzentrieren. Irgendwie befähigt  uns das, in unserem  Gegenüber das höhere Selbst, die inspirierte Persönlichkeit, das  Göttliche zu erkennen. Wenn wir einen Menschen in diesem Licht sehen, beflügelt ihn das, und er kommt in Kontakt mit der ihm  innewohnenden göttlichen Weisheit.
 Diese interpersonelle Ethik lässt sich auch auf den zwischenmenschlichen Austausch innerhalb einer Gruppe anwenden. Wenn alle Gruppenmitglieder wechselseitig demjenigen Energie senden, der gerade spricht, wird das Energieniveau der Gruppe erheblich gesteigert, so dass man gemeinsam zu tiefgreifenden Einsichten gelangen kann. Auf der Basis dieser Ethik gewinnen auch Kindererziehung, das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern sowie romantische Beziehungen eine höhere spirituelle Bedeutung. Wenn die Menschheit beginnt, im interpersonellen Bereich bewusst spirituelle Energie auszutauschen,  wird die gesamte menschliche Gesellschaft rasch in eine vollkommen spirituelle Kultur übergehen.

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Die Neunte Erkenntnis • Das Auftauchen einer Kultur

 Während  wir alle der Erfüllung unsere jeweiligen spirituellen Aufgabe entgegenstreben, wird es zu einer zunehmenden Automatisierung der für unser Überleben notwendigen Technologie kommen, damit wir uns  ganz auf unser synchronistisches Wachstum konzentrieren können. Dieses Wachstum  wird die Menschheit in  immer höhere energetische Stadien befördern, bis unsere Körper schließlich eine rein spirituelle Form annehmen. Dann wird sich die jetzige Dimension unserer Existenz mit  der jenseitigen Dimension verbinden, wodurch der Kreislauf von  Geburt und  Tod beendet  wird.
 Wenn wir alle lernen, dauerhaft mit der Göttlichen Energie in uns in Verbindung zu bleiben und  aktiv der jeweiligen spirituellen Lebensaufgabe zu folgen, wird sich die menschliche Kultur dadurch tiefgreifend verändern. In der Neunten Erkenntnis geht es um das  Verstehen unserer weiteren kulturellen Entwicklung.
 Experten sagen für das 21. Jahrhundert einen so raschen kulturellen Wandel voraus, dass wir alle während unseres Lebens den Arbeitsplatz, ja sogar  den Beruf viel Male wechseln werden. Wir werden das industrielle Zeitalter hinter uns lassen und in einem Zeitalter der Information  leben, dass von Computern und technologischen Errungenschaften  geprägt ist. Die weitergehende Automatisierung der Produktion wird es uns ermöglichen, schnell und zielgerichtet das zu produzieren, was  jeweils wirklich benötigt wird.
 Mit wachsenden spirituellen Bewusstsein werden wir die weitergehende Automatisierung der Bedarfsgüterproduktion  als große Erleichterung empfinden, da sie es uns ermöglicht, uns ganz auf unsere individuelle spirituelle Bestimmung zu konzentrieren. Aufmerksam auf unserer Intuition achtend, werden wir lernen, zur rechten Zeit am rechten  Ort zu sein, um unsere einzigartige persönliche Wahrheit mit anderen Menschen teilen zu können. Jene, die uns mit synchronistischen Informationen versorgen, werden wir dafür angemessen  entlohnen. Wenn die erwähnte Automatisierung abgeschlossen ist, wird der >> spirituelle<< Prozess des  Gebens zur dominierenden Struktur des wirtschaftlichen Lebens werden. In unserem Leben wird die persönliche Evolution im Vordergrund stehen, die von synchronistischen Interaktionen mit anderen Menschen begleitet  wird. Indem wir durch diese >>interpersonelle Ethik<< ein immer höheres Energieniveau erreichen, wird die Schwingungsfrequenz unserer Körper sich ständig steigern, bis wir uns hier, auf dem Planeten Erde, zu vollkommen spirituellen Wesen entwickelt haben. Dann werden wir gleichzeitig in der  physischen Dimension und in der Dimension des Jenseits existieren. Auf diese Weise vereinen sich die beiden Dimensionen, wodurch der Kreislauf von Geburt und Tod beendet wird.

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Letztendlich liegt es an uns, welche Zukunft wir als Menschheit erschaffen.
Wir können offen sein, für die uns innewohnende Spiritualität und Lebenssinn darin finden, uns selbst und unser wahres Potential zu entdecken.

 

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