![]()
Ich
werde oftmals gefragt: Warum müssen in Ritualen die Ziele und Wünsche mit Sprüchen
untermalt werden, wenn ich das Ziel auch Visualisieren kann? Diese
Frage ist leicht zu beantworten, denn die sprachliche Untermalung erleichtert
uns beispielsweise das Visualisieren des Zieles. Wenn wir eine Weile mit der
Visualisation gearbeitet haben, werden wir von selbst »bildsichtig«. Das heißt:
Wir werden nicht mehr in unseren gewohnten inneren »gesprochenen« Gedanken
denken, sondern in Bildern. Das
klingt weitaus komplizierter als es ist. Nehmen wir als Beispiel einmal einen
Spruch, den ich mitunter verwende wenn ich ein Ritual zur Heilung eines Menschen
vollziehe.
»Hinfort,
das Leid, hinfort die Pein,
Während
des Sprechens, dieser Worte, tauchen wie von selbst die Visualisationen des
Gesprochenen in Bildern auf. Wer nun noch nicht das visuelle Denken in Bildern
beherrscht müsste folglich aktiv diese Bilder vor seinem inneren Auge entstehen
lassen. Beispielsweise bei der Textstelle: ….seinen Körper als Finster
Gesell; sehe ich die Krankheit sich als Schatten manifestieren, die seinen Körper
verlässt. Diese Art des
Intonierens von magischen Texten wird als »Erschaffen« bezeichnet, wobei durch
die Worte und Visualisationen das, was wir sprechen, ins Dasein gerufen werden
soll.
In
Ritualen ist die Visuelle Vorstellung von Zielen also durchaus als Kräftigend,
Stärkend anzusehen, wobei das Sprechen während einer Meditativer
Visualisation, welches in den letzten Kapiteln behandelt wurde, als durchaus Störend
empfunden werden kann.
Ich vollzog also exakt, das von ihr erstellte Ritual mitsamt ihrem magischen Spruch. Ich achtete auf jedes noch so kleinste Detail. Negativ!!! Das Ritual blieb ohne jegliche Wirkung. Daraufhin entsann ich ein eigenes ausschließlich für diesen Zweck zu nutzendes Ritual, sogar mit einem weniger schwungvollen Spruch. Bingo!!!
Ich
war seither diese »Quälgeister« ein für allemal los.
Vorsicht bei dem erstellen von Formeln und Willenssätzen:
Im ritualmagischen Bereich werden
hier und da schon einmal gravierende Fehler gemacht, wenn es um die Erstellung
von Formeln und Willenssätzen geht, um selbst Rituale zu schreiben. Ich kann
nicht eindringlich genug warnen, euch auf Rituale sorgfältig vorzubereiten.
Sätze wie: "Ich möchte dass... mich aufrichtig liebt und dass wir
zusammenkommen."
Ein netter Satz, aber; was ist wenn ... keine Emotionen aufbringen, kann oder
möchte? Was ist wenn ... schon gebunden ist?
Ihr würdet dann ein Ritual vollziehen, was auch eine eventuelle Trennung von
einer anderen Dame bewirkt. Dass bei derartigen Dingen dann ein Herz gebrochen
wird, stört die meisten nicht. Typisch, denn man hat ja dann was man will...
Oder?
Falsch!!! Das gebrochene Herz der anderen Dame wird euch auf irgendeine Art und Weise einholen und ihr würdet ebenfalls verlassen oder ähnliches durchleben. Ist das ... wert?
Achtet also immer darauf, dass ihr KEINE Formeln oder Willenssätze erstellt, bei welcher als Zielerreichung ein Mensch leiden muss.
