Ich werde oftmals gefragt: Warum müssen in Ritualen die Ziele und Wünsche mit Sprüchen untermalt werden, wenn ich das Ziel auch Visualisieren kann? Diese Frage ist leicht zu beantworten, denn die sprachliche Untermalung erleichtert uns beispielsweise das Visualisieren des Zieles. Wenn wir eine Weile mit der Visualisation gearbeitet haben, werden wir von selbst »bildsichtig«. Das heißt: Wir werden nicht mehr in unseren gewohnten inneren »gesprochenen« Gedanken denken, sondern in Bildern. Das klingt weitaus komplizierter als es ist. Nehmen wir als Beispiel einmal einen Spruch, den ich mitunter verwende wenn ich ein Ritual zur Heilung eines Menschen vollziehe.

»Hinfort, das Leid, hinfort die Pein,
soll mein Wunsch und mein Wille für (Name) sein.
Verbrenne, Verbrenne löse dich,
mein Wunsch und mein Wille erreiche dich,
Verlass seinen/ihren Körper als finster Gesell,
Verbrenne, Verbrenne, löse dich schnell.«

Während des Sprechens, dieser Worte, tauchen wie von selbst die Visualisationen des Gesprochenen in Bildern auf. Wer nun noch nicht das visuelle Denken in Bildern beherrscht müsste folglich aktiv diese Bilder vor seinem inneren Auge entstehen lassen. Beispielsweise bei der Textstelle: ….seinen Körper als Finster Gesell; sehe ich die Krankheit sich als Schatten manifestieren, die seinen Körper verlässt.  Diese Art des Intonierens von magischen Texten wird als »Erschaffen« bezeichnet, wobei durch die Worte und Visualisationen das, was wir sprechen, ins Dasein gerufen werden soll.

In Ritualen ist die Visuelle Vorstellung von Zielen also durchaus als Kräftigend, Stärkend anzusehen, wobei das Sprechen während einer Meditativer Visualisation, welches in den letzten Kapiteln behandelt wurde, als durchaus Störend empfunden werden kann. Bei magischen Sprüchen, die ein spezielles Anliegen zum Ausdruck bringen sollen, kommt es nicht darauf an, einen Text in Reimform zu intonieren um ihm einen klangvollen Stil zu geben. Es kommt vielmehr auf den Sinn der Worte an und auf das was sie bewirken sollen. Ich habe vor vielen Jahren die Erfahrung gemacht, dass eigens entworfene Texte die ausschließlich für die jeweilige Situation und das Ziel ersonnen sind, weitaus Kraftvoller als beispielsweise Texte die schon von anderen genutzt wurden. Eine Freundin hatte einen Text entworfen, der für sie sehr Kraftvoll gegen negative Schwingungen und Energien war und schon erfolgreich von ihr angewendet wurde. Sie gab mir diesen Text mit der Bitte ihn auch für mich zu nutzen. (Meine Wohnung wurde damals von negativ gesinnten Wesenheiten hin und wieder als Landeplatz genutzt)

Ich vollzog also exakt, das von ihr erstellte Ritual mitsamt ihrem magischen Spruch. Ich achtete auf jedes noch so kleinste Detail. Negativ!!! Das Ritual blieb ohne jegliche Wirkung. Daraufhin entsann ich ein eigenes ausschließlich für diesen Zweck zu nutzendes Ritual, sogar  mit einem weniger schwungvollen Spruch. Bingo!!!

Ich war seither diese »Quälgeister« ein für allemal los. Nach diesem Ergebnis, machten wir noch einige weitere Tests indem sie einige meiner entworfenen Rituale mitsamt Sprüchen verwendete und kamen schließlich zu der Überzeugung, dass eigens entworfene Rituale und Sprüche, weitaus mehr Energie besitzen, wenn sie auch ausschließlich von ihrem Schöpfer angewendet werden. Ich möchte jedoch nicht vollkommen von der Hand weisen, dass es magische Texte gibt, die schon seit jeher eine Unmenge an gebündelter Energie freisetzen können und schon seit Jahr und Tag von magisch praktizierenden eingesetzt werden. Hierbei verhält es sich so, dass die einzelnen Worte; meist in Lateinischer Sprache, mit verschiedenen Gottheiten assoziiert werden oder alte magische Bannformeln enthalten, welches ihnen diese Macht verleiht.

Vorsicht bei dem erstellen von Formeln und Willenssätzen:

Im ritualmagischen Bereich werden hier und da schon einmal gravierende Fehler gemacht, wenn es um die Erstellung von Formeln und Willenssätzen geht, um selbst Rituale zu schreiben. Ich kann nicht eindringlich genug warnen, euch auf Rituale sorgfältig vorzubereiten.
Sätze wie: "Ich möchte dass... mich aufrichtig liebt und dass wir zusammenkommen."
Ein netter Satz, aber; was ist wenn ... keine Emotionen aufbringen, kann oder möchte? Was ist wenn ... schon gebunden ist?
Ihr würdet dann ein Ritual vollziehen, was auch eine eventuelle Trennung von einer anderen Dame bewirkt. Dass bei derartigen Dingen dann ein Herz gebrochen wird, stört die meisten nicht. Typisch, denn man hat ja dann was man will... Oder?

Falsch!!! Das gebrochene Herz der anderen Dame wird euch auf irgendeine Art und Weise einholen und ihr würdet ebenfalls verlassen oder ähnliches durchleben. Ist das ... wert?

Achtet also immer darauf, dass ihr KEINE Formeln oder Willenssätze erstellt, bei welcher als Zielerreichung ein Mensch leiden muss.

 

Besucherstatistik