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nach F. Bardon: Der Weg zum wahren Adepten
Die zeremonielle Magie hat den Vorteil,
dass bei ständigem, also oftmaligem Gebrauch ein und derselben Sache Wirkungen
hervorgerufen werden, ohne dass dabei die eigenen Kräfte in Anspruch genommen werden
müssen. Die zeremonielle Magie ermöglicht demnach unter Zuhilfenahme verschiedener
Hilfsmittel ein erleichtertes Arbeiten mit okkulten Kräften. Im Grunde genommen sind alle
magischen Hilfsmittel, jedes einzelne magische Gerät, eine Bewusstseinsstütze, besser
gesagt Gedächtnisstütze. Durch die auf dieses oder jenes Gerät gelenkte Aufmerksamkeit
wird im Bewusstsein diejenige Fähigkeit oder Kraft wachgerufen, die das betreffende
Gerät symbolisiert. Sobald der Magier bei der Evokation das eine oder das andere Gerät
zur Hand nimmt, kommt er augenblicklich in den entsprechenden Kontakt und erreicht
mühelos den angestrebten Zweck.
Nimmt z. B. der Magier den magischen Stab
in die Hand, der seinen absoluten Willen darstellt, so wird beim Gebrauch des Stabes durch
den Willen des Magiers sofort der Kontakt mit dem gewünschten Geist hergestellt. Ebenso
verhält es sich mit allen anderen magischen Hilfsmitteln, da sie die Symbole geistiger
Kräfte, Gesetze und Eigenschaften sind. Falls sich also der Magier mit zeremonieller
Magie befassen will, so muss er seinen magischen Geräten die größte Sorgfalt widmen.
Die Geräte sind mit einer geradezu religiösen Ehrfurcht zu behandeln. Je sorgfältiger,
genauer und aufmerksamer man mit ihnen
umgeht, um so wirkungsvoller werden sie sein. Magische Geräte sind soviel wie
Heiligtümer und dienen ebenfalls dazu, dem Magier die für die zeremonielle Magie
erforderliche Tempelatmosphäre hervorzurufen. Beim Gebrauch der Geräte muss sich der
Magier geradezu in einem völligen Entrückungszustand befinden. Würde man nur ein
einziges Mal ein Gerät für einen anderen Zweck verwenden als für den es bestimmt ist,
so hört das betreffende Gerät auf, magisch zu wirken und ist dann für den eigentlichen
Zweck für immer unbrauchbar.
Da alle magischen Hilfsmittel in jedem
Magier ein besonderes Ehrfurchtgefühl hervorrufen, müssen sie den Augen uneingeweihter
Personen verborgen bleiben, damit jede Profanation vermieden wird. Bevor also der Magier
zu einem magischen Gerät greift, muss er unbedingt einen inneren Reinigungsprozess
entweder durch ein Gebet oder durch geeignete Meditation vornehmen. Niemals fasse er ein
magisches Gerät an, wenn er sich nicht in dem zur Zeremonie erforderlichen
Verfassungszustand befindet. Der Magier sei sich jederzeit dessen bewusst, dass alle
magischen Hilfsmittel bzw. Geräte die heiligsten Gesetze symbolisieren sollen und dass
mit
Durch genaue Beachtung der hier empfohlenen
Maßregeln bezüglich der Einstellung zu allen magischen
Geräten ruft der Magier in sich einen überaus starken Manifestationszustand des
Glaubens, des Willens und sämtlicher Eigenschaften des Gesetzes hervor. Dadurch steigert
er nur noch mehr seine magische Autorität und übt auf ein Wesen oder auf eine Kraft den
erforderlichen Einfluss aus, so dass sich das angestrebte Resultat, die gewünschte
Wirkung, auch tatsächlich realisiert. Selbst dann, wenn der Magier längere Zeit seine
magischen Geräte nicht gebrauchen sollte, stehen sie infolge ihrer Symbolik dennoch
dauernd im Kontakt mit den bestimmten sie symbolisierenden Eigenschaften. Da ein jedes
Gerät für einen besonderen Zweck magisch
Sind die magischen Geräte dazu geweiht und
geladen, dass sie nur dem Gebrauch jenes Magiers dienen sollen, für welchen sie
hergestellt wurden, so dürfen solche Geräte natürlich von keinem anderen Magier
benützt werden. Die Geräte hätten auch dann keine Wirkung, wenn sie etwa in die Hände
eines Magiers geraten würden, der über die heilige Wissenschaft der Magie genau Bescheid
wüsste, es sei denn, dass er dieselben für sich selbst von neuem weihen würde.