
Wenn sich die herkömmlichen Institutionen und die althergebrachten Lebensformen als völlig irrelevant erweisen, gerät die Welt in eine Phase des Aufruhrs und des Umbruchs.
Wohin man sieht, stößt man auf Bewegungen, Gruppen
und manchmal auch auf einzelne Stimmen, die uns ernsthaft mahnen, einen
anderen Weg einzuschlagen. Im Grunde genommen, basieren alle
Alternativen, die hier aufgeführt sind, auf einer neuen Sichtweise von
Natur und, Mensch. Hinter vielen dieser Weltanschauungen, steckt die
Vermutung, dass die physische Welt nur die Oberfläche der Dinge ist.
Dahinter verbirgt sich eine andere Ebene der Realität, die die
dreidimensionale Welt bedingt.
Viele haben erkannt, dass das streben nach ehrgeizigen
Zielen am Leben vorbeiführt. Sie geben ihren Ehrgeiz auf und und
hinterfragen stattdessen die Art wie wir Leben.
Oberflächlich betrachtet,
beschäftigt sich die Alchimie mit der Reinigung und Umwandlung von
Metall in Gold mit Hilfe von Feuer. In dieser Hinsicht ist sie der
Vorläufer der modernen Chemie. Aber der tiefere Sinn der Alchimie ist
viel umfassender und komplizierter. Beispielsweise hatten alle Metalle
einen Symbolischen Wert und wurden mit bestimmten Göttern und
spirituellen Eigenschaften assoziiert. Der Alchimist suchte nach der
kreativen Kraft des Gottes, so wie sie sich in der Natur manifestiert,
im besonderen in der geheimnisvollen Wandlungsfähigkeit der
Metalle.
Das wahre Ziel der Alchimie ist die Transformation des Menschen. Auch
liegt ihr eine lange mystische Tradition zugrunde. Die Anfänge der
Alchimie und die ihrer Vorläufer im alten Ägypten und Arabien, in
Griechenland und im östlichen Mittelmeerraum lassen sich nicht genau
festlegen.
Der Begriff Alchimie stammt aus dem arabischen Wort >el kymia<. Es
bedeutet >das schwarze Land<, ein Ausdruck der in der
damaligen Zeit für Ägypten verwendet wurde. Dadurch erweist sich die
Alchimie als Erbe der alten Ägypter.
Das überlieferte alchimistische Wissen beeinflusste viele okkulte
Traditionen und lebt in der
Kaballah,
dem
Rosenkreutzer Orden
und den Lehren von
Rudolph Steiner (siehe
Anthroposophie)
weiter
Das Wort >Anthroposophie<,
setzt sich aus dem griechischen >anthropos<. der Mensch, und
>sophia>, die Weisheit, zusammen. Sie wurde von Rudolph Steiner
begründet, der sein System als >>Weg des Wissens<<
bezeichnete, >>der das spirituelle im Menschen zum spirituellen im
Universum führt<<.
Die Anthroposophie zielt darauf ab, die essentielle Spiritualität der
gesamten Schöpfung zu erkennen. Obwohl Steiner in der Anthroposophie
viele esoterische und okkulte Vorstellungen vereinte, sah er Christus
als die zentrale Figur in der Geschichte der Menschheit an.
Die
Reinkarnation ist ein
wesentlicher Grundsatz der Anthroposophie. Steiner lehrte, dass es
außer dem physischen Körper noch den ähterischen Körper gibt, der
die gestaltenden Kräfte enthält, sowie den Astralkörper, eine
Dimension, die die Emotionen und Triebe umfasst, und schließlich das
Ego und das Selbstbewusstsein.
Heute gibt es Steiner-Schulen in mehreren europäischen Ländern. Ihr
Lehrplan basiert auf dei Lehren des Begründers, wobei eine große
Betonung auf das Malen und andere Kunstformen gelegt wird, die als
Mittel zum selbstausdruck und zur Selbstfindung verstanden werden.
Auch die anthroposophische Medizin entstand aus Steiners Erkenntnissen
über die Menschliche Natur. Ihr Schwerpunkt liegt in der Einheit von
Körper, Geist und Seele.
Der Astralkörper wird bisweilen
als das feinstoffliche Ebenbild des physischen Körpers beschrieben.
Diese Bedeutung gibt die Parapsychologie dem Begriff >astral<, im
allgemeinen ist er gleichbedeutend mit >ätherisch<.
Gemäß der okkulten Überlieferung, kann der Astralkörper den
physischen Körper verlassen, während man schläft. Ebenso trennt er
sich vom physischen Körper, wenn man stirbt. Darüber hinaus liefert er
eine Erklärung für
außerkörperliche
Erfahrungen.
Viele östliche und esoterische Traditionen
verwenden den Begriff >astral< im Gegensatz zu seiner Bedeutung
als >ätherisches Ebenbild< mehr in bezug auf den feinstofflichen
Körper, der die emotionale Energie eines Menschen repräsentiert.
Die Ursprünge der Astrologie
liegen in den frühesten Kulturen der Zivilisation. Bereits vor 4000
Jahren besaßen die Sumerer astrologische Kenntnisse. die sich über
Babylon, Assyrien und Ägypten verbreiteten. Auch im Mittelalter und in
der folgenden Zeit beschäftigten sich die Menschen mit Astrologie neben
der aufkommenden Naturwissenschaftlichen Forschung. Galileo Galilei,
Kopernikus und Isaak Newton waren Astrologen und Astronomen zugleich.
Der zentrale Gedanke des Astrologie besteht darin, dass der Makrokosmos,
die Sterne, Planeten und Himmelskörper einen Einfluss auf die Menschen
und die Ereignisse auf der Erde haben. Der Astrologe und Lehrer Jeff
Mayo sagt dazu: >> Die Geburtszeit und der Geburtsort bestimmen
die individuelle Veranlagung eines Menschen, die sich von allen anderen
unterscheidet, die zwar am selben Tag, aber zu einer anderen Zeit und an
einem anderen ort geboren sind<<. Er vertritt die Meinung, dass
das Horoskop kein vorbestimmtes Schicksal zeigt, sondern vielmehr eine
Beschreibung des individuellen Potentials liefert.
Die astrologische Beratung lässt sich mit der psychoanalytischen
Beratung vergleichen, mit dem Unterschied, dass das Horoskop als Mittel
zur individuellen Persönlichkeitsanalyse dient.
Außerkörperliche Erfahrungen (AKE)
Bereits im alten Ägypten und in
anderen Traditionen glaubte man an das ätherische Gegenstück zum
physischen Körper, den sogenannten
Astralkörper.
Der Astralkörper ist eine der verschiedenen Bewusstseinsebenen.
Wenn man sih auf eine Astralreise begibt, hat man daher den Eindruck
eines außerkörperlichen Erlebnisses (kurz >AKE<).
Die außerkörperliche Erfahrung kann durch bestimmte Rituale oder
Drogen herbeigeführt werden. Es gibt auch spontane Fälle von
Astralreisen.
Auch im Zusammenhang mit luziden Träumen (siehe
Luzidität)
kann man von AKE sprechen, besonders dann, wenn der Träumende bewusst
in das Traumgeschehen eingreift.
Das Nahtod-Erlebnis, bei dem sich der sterbende bei vollem Bewusstsein
über seinem physischen Körper schweben sieht, ist ein weiteres
Beispiel. Manche Forscher halten die AKE schlichtweg für ein Produkt
der Phantasie. Dennoch ist man nach nun mehr als 100 Jahren der
Erforschung der AKE zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen.
Zu diesem Begriff (ASW) zählen all die Wahrnehmungen die nicht durch die fünf Sinne zustande kommen. Dazu gehören die Telepathie, Hellsehen und andere Formen des Vorauswissens, die sich jeder Erklärung entziehen. In neuer Zeit bemühen sich Parapsychologen darum, einen Beweis für die Fähigkeit der ASW zu erbringen. Die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen sind trotz kontroverser Meinungen vielversprechend. Einige Parapsychologen sehen in der ASW eine Erklärung für medial übermittelte Informationen. Ihre Annahme geht davon aus, dass ein Medium auf telepathischem Wege Informationen von dem Klienten erhält, die er selbst vergessen hat. doch eine befriedigende Antwort auf die ASW ist dies nicht.
Beim Automatischen Schreiben,
befindet sich das Medium in Trance und hat keine körperliche oder
geistige Kontrolle über das Schreiben. In diesem Zustand wird das
Medium scheinbar zu einem Kanal für eine andere Persönlichkeit.
Geraldine Cummins (1890 - 1969) erhielt Botschaften, die eine menge
historischen Materials enthielten. Die >Script of Cleophas<
lieferten Details über die Arbeit der Apostel bis zu der Reise des
heiligen Paulus von Berea nach Athen. In den Schriften >Paulus in
Athen< und >The Great Days of Ephesus< sind konkret
nachvollziehbare Informationen über die Apostel enthalten, obwohl
Geraldine Cummins weder mit Theologie noch mit der Biblischen Geschichte
vertraut war. Sie glaubte, dass insgesamt 15 von ihren 22 Büchern
automatisch geschrieben wurden. Sie war sogar imstande sich mit anderen
anwesenden zu unterhalten, während sie Informationen diktiert bekam.
Heiler und Medien verwenden das automatische Schreiben auch, um
Informationen über die Ursache und die Behandlung von Krankheiten zu
erhalten.
Aus seinen Erfahrungen als Arzt und
später als Homöopath schloss Dr. Edward Bach (1886 - 1936), dass die
Krankheit die Folge einer tiefergreifenden Disharmonie im Menschen ist.
Bachs 38 Mittel, die - mit einer Ausnahme - aus Pflanzen, Bäumen und
Sträuchern gewonnen werden, sind auf die Patienten, statt auf die
Krankheit selbst abgestimmt. Genauer gesagt, werden sie nach dem
emotionellen und psychischen Zustand des Patienten verordnet. Wenn man
die der Krankheit zugrundeliegende Angst, Furcht, Bitterkeit usw.
beseitigt, dann befreit man den Patienten von den physischen
Krankheitssymptomen. >Wahres Wohlergehen, kommt von innen<,
erkannte Bach.
Die Heilpflanzen werden nach jahrhundertealten Rezepten, die man auch in
Biblischen und indianischen Traditionen findet, verarbeitet. Es
empfiehlt sich, zwei bis drei Tropfen des Heilmittels in Wasser oder
Saft einzunehmen.
Die Bach-Blütenkonzentrate werden auch heute noch an den von ihrem
Entdecker vor 50 Jahren bestimmten Fundorten gesammelt.
Nach der Yoga-Lehre sind Chakren dynamische
Energiezentren, die als Vermittler zwischen den feinstofflichen
Energiefeldern und dem Körper fungieren. Die Chakren dienen sowohl der
Energieaufnahme als auch der Energieabgabe.
Insgesamt gibt es 13 Chakren. Die 7 Hauptchakren befinden sich entlang
der Wirbelsäule. Das erste Chakra liegt in der Gegend des Steißbeins,
das achte bereits oberhalb der Stirn.
jedes Chakra hat einen bestimmten Schwingungsrhythmus, eine
charakteristische Frequenz, Farbe und einen bestimmten Ton. Die Chakren
haben auch eine Beziehung zu verschiedenen innersekretorischen Drüsen
und entsprechen verschiedenen Bewusstseinsebenen.
Channeling (dt. kanalisieren) ist
eine mediale Praxis, bei der eine Person Informationen aus höheren
geistigen Quellen oder anderen Bewusstseinsdimensionen erhält, während
sie sich in einem veränderten Bewusstseinszustand, in
Trance
befindet.
Channeliong hat seine Wurzeln in der medialen Tradition, der Praxis der
Schamanen
und der göttlichen Offenbarung. Bei der heute vorherrschenden Form des
Channeling geht es um die Übermittlung weltanschaulichen Botschaften,
die den Menschen Denkanstöße geben sollen. Beim Channeling findet man
kaum Hinweise auf die übliche Form der ASW wie
Hellsehen,
Präkognition,
und
Telepathie
siehe Handlesen
Co-Counselling ist eine Methode zur
Persönlichkeitsentwicklung. Die Co-Counselling-Therapie, zu der man
ausgebildet werden kann, zielt darauf ab, Gefühlsblockaden und
unterdrückte Ängste zu lösen. die dem Selbstausdruck und der
individuellen Selbstverwirklichung im Wege stehen. Man nimmt an, dass
das katharische Befreien von unterdrückten Emotionen auch die damit
verbundenen psychosomatischen Erkrankungen beseitigt. Co-Counselling ist
nicht für Menschen gedacht, die unter schweren psychischen Störungen
leiden, sondern vielmehr für die,die in ihrem Leben mehr Gesundheit und
Erfüllung finden wollen.
Harvey Jackins entwickelte dieses System der gegenseitigen Hilfe in den
50er und 60er Jahren in Seattle, USA. Die Techniken erlernt man in einem
40 Stunden umfassenden Grundkurs und in Workshops für Fortgeschrittene.
Die Rolle des Counsellers ist sehr einfach. Er muss in der Hauptsache
zuhören und dafür sorgen. dass sich sein Gegenüber mit den im
Gespräch auftauchenden Problemen konfrontiert.
Cumberlandismus, ist die Fähigkeit gewisser
Menschen, die Gedanken anderer Personen über deren
Muskelkontraktionen wahrzunehmen. Dabei müssen beide in
physischem Kontakt stehen. Der Cumberlandismus, ist auch als
Muskellesen zu bezeichnen und ist eine Form der
Hyperästhesie.
Dianetik ist eine Therapieform in der Scientology-Bewegung, bei der psychosomatische Krankheiten durch das verarbeiten der dahinter verborgenen Ängsten geheilt werden sollen. Sie wurde von dem Begründer der Scientology-Bewegung, Lafayette Ron Hubbard, entwickelt.
Auf versehentlich auf Aufnahme geschalteten Tonbandgeräten waren plötzlich mysteriöse Stimmen zu hören. Aus Radios wurden Stimmen vernommen, die von keinem irdischen Sender stammen konnten. Dieses Phänomen ist das ist das moderne Gegenstück zu den Stimmen aus dem Jenseits, die bei Sèancen zu hören sind. Man bezeichnet sie als elektrische Stimmphänomene. Das Problem der Identifizierung der Stimmen liegt daran, dass man nur sehr schwer feststellen kann, wann es sich um eine Technische Störung handelt und wann nicht.
Der Begriff >Erdmysterien< wurde in den 70er Jahren geprägt und bezeichnet all die Forschungsprojekte, die zu einem tieferen Verständnis der Beziehung zwischen Mensch und Erde führen sollen. Dieser vielschichtige interdisziplinäre Forschungsansatz, stellt den konkreten Versuch dar, eine neue Synthese zwischen Wissenschaft und Mystik herzustellen, eine Verbindung zwischen dem Sichtbaren und dem Okkulten.
In letzter Zeit ist das Interesse
am Exorzismus wieder zu neuem Leben erwacht. Die seit über 600 Jahre
von der Kirche praktizierte Methode der Teufelsaustreibung wird
tatsächlich heute noch von einigen einflussreichen Mitgliedern der
Kirche Englands als unerlässliches Mittel im Kampf gegen die Macht des
Bösen angesehen. Doch im Gegensatz zu früher ist die Kirche heute
vorsichtiger geworden: Es ist nicht leicht zu unterscheiden ob jemand
von einem Dämon besessen, oder geisteskrank ist.
Das wachsende Interesse am Okkultismus in den 70er Jahren, veranlasste
Erzbischof von York, eine Untersuchungskommission über die Reaktion der
Kirche auf diesen Trend und die damit verbundenen Gefahren ins Leben zu
rufen. Eines der Ergebnisse war, dass Richtlinien für die Praktiken des
Exorzismus herausgegeben wurden. Dabei wurde den Priestern empfohlen,
sich unbedingt mit einem Arzt zu besprechen und vor einer
Teufelsaustreibung erst genau abzuklären, ob es sich bei den Symptomen
des Patienten um eine Erkrankung oder tatsächlich um eine Besessenheit
handelt.
Exorzisten vertreiben Dämonen nicht nur aus den von ihnen
Besessenen, sondern auch Häusern in denen es spuckt. Obwohl man im
allgemeinen die Kirche für eine geeignete Instanz in Sachen
Teufelsaustreibung hält, gibt es jedoch auch viele Medien und Heiler,
die auf dieses Gebiet spezialisiert sind.
Obwohl die meisten Heiler ihre
Patienten hauptsächlich von Angesicht zu Angesicht behandeln, hängt
der Heilerfolg nicht von der körperlichen Nähe oder dem direkten
persönlichen Kontakt zwischen Heiler und Patienten ab. Viele Heiler
sowie Patienten glauben, dass Fernheilung genauso wirksam ist.
Harry Edwards beispielsweise, benutzte die Fernheilung, um Hilfesuchende
aus aller Welt zu behandeln. In seinem Buch >Geistheilung<
schreibt er:>>Wie auch bei anderen Formen der Geistheilung gibt
es keine feste Methode des Fernheilens. Die Behandlungsanweisung kann
schriftlich oder mündlich erfolgen. Nachdem der Patient den Heiler um
Hilfe gebeten hat, sendet der Heiler seine Gedankenkraft aus, damit dem
Patienten Hilfe zuteil werden kann.<<
Ein Experiment von Maxwell Cade ergab, dass der Patient bei einer
Fernheilung eine physiologische Reaktion zeigt, die der Reaktion einer
persönlichen Heilung entspricht. Dies geht aus Messergebnissen hervor,
die Cade bei vielen Behandlungen aufzeichnete.
Die Findhorn-Gemeinde wurde in den 60er Jahren von Peter Caddy und seiner Familie an der unwirtlichen Küste Nordschottlands gegründet. Aufgrund einer spirituellen Botschaft begann Peter Caddy auf dem unfruchtbaren Boden einen Garten anzulegen. Was zunächst wie ein aussichtsloses Unternehmen erschien, entwickelte sich in nur wenigen Jahren zu einem Erfolg, der Besucher aus aller Welt anzog. Sie kamen um ein Wunder zu bestaunen: 40 Pfund schwere Kohlköpfe und 2,5 m hohe Fingerhut-Pflanzen. Dieser Erfolg war nicht nur ein Triumph für den biologische Gartenbau. Vielmehr war dies das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit spirituellen Wesen, den >Devas<. Dies zog allmählich Menschen an, die sich zu den spirituellen Idealen hingezogen fühlten, die diesen Garten hervorgebracht hatten. Daraus entwickelte sich schließlich die Findhorn-Gemeinde. Von ihren Begründern wird die Gemeinschaft als >>spirituelle Gemeinde im Nordosten Schottlands<< bezeichnet, die auf dem Glauben der Einheit allen Lebens basiert. Heute leben über 200 Menschen in dieser Gemeinschaft.
Im Juni 1947 wurden im Gebiet des Mount Rainier im US-Staat Washington Flugkörper am Himmel gesichtet, die an >fliegende Untertassen< erinnerten. Dieser Begriff wurde von der Presse aufgegriffen und populär gemacht.
Der aus den Wörtern >ganz<
und >Feld< geprägte Begriff, bezeichnet einen
Bewusstseinszustand, bei dem man alle äußeren Reize ausschaltet und
die Aufmerksamkeit auf Gedanken und Gefühlseindrücke konzentriert. Die
Person liegt dabei bequem mit bedeckten Augen um Lichteinfall zu
vermeiden. Über Kopfhörer wird Musik zugespielt wodurch ein Zustand
der Entspannung herbeigeführt wird. Die Wahrnehmung ist eingeschränkt
und die Bewusstheit richtet sich auf das innere.
Unter diesen Bedingungen wurden auch schon einige Experimente mit
Telepathie
durchgeführt. Ein sogenannter Übermittler betrachtete eine halbe
Stunde lang ein zufällig ausgewähltes Bild. Die Versuchsperson schrieb
alle geistigen Bilder auf, die sie während dieser Zeit gesehen hatte.
Die Ergebnisse dieser Tests sind nicht ganz zufriedenstellend. Doch auf
anderen Gebieten haben Ganzfeld-Experimente zu erstaunlichen Resultaten
geführt.
Die ursprüngliche Bedeutung der
Geomantie ist die Kunst, Orte der Kraft zu erkennen. Sakrale Bauwerke
wurden in alten Zeiten oft an Plätzen errichtet, an denen eine starke
Beziehungen zwischen irdischen und kosmischen Energien besteht.
Noch im Mittelalter gab es die heilige Geometrie der Kirchenbauer.
Erst die immer stärker zunehmende Organisation hat den Bezug zwischen
Mensch und Umwelt und seinen direkten Kontakt zur Erde zerstört.
Im fernen Osten ist es auch heute noch üblich, sich genau zu
überlegen, an welcher Stelle man ein Bauwerk errichtet. Dabei geht es
nicht um Städteplanung oder ästhetische Gesichtspunkte,
sondern um die wirklich geeignete Lage. Im Westen ist das Richtfest ein
überliefertes Ritual, um das Gebäude und dessen Bewohner vor Unheil zu
bewahren. Dies sind Beispiele Geomantie in unserem Jahrhundert.
Die Wunderheilungen Christi
sind die Wurzeln des Gesundbetens. Aber erst im Viktorianischen
Zeitalter wurde es populär.
Die Kirche verbreitete schon immer, dass Heilung durch
Vertrauen in Christus oder einem Heiligen möglich ist. Im neunzehnten
Jahrhundert erregte eine andere Art des Gesundbetens Aufsehen.
Wenn man stark genug an seine Gesundung glaubt, dann kann
man sich durch diese positive Einstellung selbst heilen. Dass
der Glaube eine enorme Heilkraft hat, war eine Entdeckung von Phineas
Quimby, obwohl das Gesundbeten in Zusammenhang mit religiösen Glauben
steht, wurde dieser Begriff wahllos auf alle Formen des Heilens
angewandt, bei denen keine physische Behandlung vorgenommen wird.
Daher wurden Geistheiler allgemein mit dem Gesundbeten in
Verbindung gebracht. Viele Geistheiler haben sich gegen dieses Vorurteil
gewehrt. Sie betonen ausdrücklich, daß ihre Heilerfolge
von den Erwartungen des Patienten völlig unabhängig sind.
Die Schrift eines
Menschen ist für ihn genauso charakteristisch wie seine Gestik und
sein Verhalten. Die Graphologie ist ein Mittel, die Persönlichkeit anhand
der Schrift zu analysieren. Graphologen behaupten, dass man aus den
Schriftzügen und dem Schriftbild den Charakter eines Menschen
erkennen kann. Die Schrift gibt darüber Aufschluß, ob ein Mensch
introvertiert oder extrovertiert ist, welche emotionellen,
intellektuellen oder sogar kriminellen Anlagen er besitzt. Auch der
geistige und körperliche Zustand geht aus der Handschrift hervor. Jedoch
kann man nicht daraus ersehen, welche Heilmethode am nützlichsten
ist.
Viele Graphologen beurteilen auch heute noch die
einzelnen Buchstaben. Anderen ist der gesamte Eindruck der Schrift
genauso bedeutsam wie die Details.
In Europa wird die Graphologie häufig bei der Personalauswahl
herangezogen.
Das
Handlesen ist sowohl eine Wissenschaft als auch eine Kunst. Mit
dieser Technik kann man aus den Handlinien einen Einblick in die
Persönlichkeitsstruktur eines Menschen erhalten. Die Handlinien, die Form
der Hände, die Finger und andere besondere Merkmale der Hände sind für
den Chirologen wie eine Landkarte, die über das Leben, die
Persönlichkeit und das Potential eines Menschen Aufschluss gibt. Die
Handlesekunst stammt aus dem Osten. In Indien und China gibt es eine
uralte Tradition des Handlesens. Wie auch in der Astrologie
gibt es in der Deutung der Hand individuell verschiedene
Ansätze. Manche Chirologen gehen dabei rein analytisch vor, andere
wiederum arbeiten in der Hauptsache intuitiv.
Als der englische Wissenschaftler Francis Galton (1822 - 1911)
die Unterschiedlichkeit der Fingerabdrücke entdeckte, wurde auch
das Interesse an der Handlesekunst wieder wach.
Aber erst seit den 50er Jahren wird die
Chirologie ernsthaft erforscht. Die Ärztin Charlotte Wolf fand
einen Zusammenhang zwischen dem Gesundheitszustand und den
Handlinien eines Menschen.
Jeanne d Arc wurde ihr
ganzes Leben lang von Stimmen geführt, die ihr Geheimnisse
enthüllten und ihr manchmal Voraussagungen machten. Die heilige Katharina
von Siena schrieb ihre Dialoge im Trancezustand, in dem ihr Texte diktiert
wurden. Auch der Dichter William Cowper wurde von Stimmen beeinflusst.
Dies sind Beispiele für das Phänomen des Hellhörens, die
Fähigkeit Stimmen zu hören, die vom normalen Gehör
nicht wahrgenommen werden. Man nimmt an, dass diese Stimmen nicht aus dem
Kopf des Mediums stammen, dass sie hört, sondern aus einer anderen Quelle
außerhalb des Körpers. In der
Parapsychologie
wird das Hellhören in den Bereich der
außersinnlichen
Wahrnehmung eingeordnet. In manchen Fällen
findet die Kommunikation in normalen Wachzustand statt, in
anderen wiederum nur während einer Trance.
Hellsehen ist die
Fähigkeit, Ereignisse vorauszusehen oder sie im gleichen Augenblick
wahrzunehmen, in dem sie tatsächlich stattfinden. Oft beziehen sich
die hellsichtigen Erlebnisse auf den Tod eines nahestehenden
Menschen oder auf andere traumatische Geschehnisse im Leben einer Person,
mit der der Hellseher in enger Beziehung steht. Hellsehen ist im
allgemeinen eine mediale Fähigkeit. Manche Medien erhalten visuelle
Eindrücke von den Wesen, mit denen sie kommunizieren, oder sie können in
vergangene Inkarnationen blicken und Ereignisse oder Personen aus
früheren Leben erkennen, die in der einen oder anderen Weise eine
Rolle gespielt haben.
Die Hellsichtigkeit ist eine Form der
außersinnlichen
Wahrnehmung
mit der sich die
Parapsychologie
beschäftigt.
Obwohl die erstaunlichsten Fälle von Hellsichtigkeit
spontaner Art waren oder das Produkt einer außergewöhnlichen Begabung, lässt
sich diese Fähigkeit Trancezustand oder unter
Hypnose
herbeiführen
Die Erscheinung, dass gewisse Menschen winzige, anderen Menschen nicht mehr zugängliche Signale mit ihren Sinnen wahrnehmen können.
Der Zustand der Hypnose
ist mittlerweile besser erklärbar als der Vorgang des
Hypnotisierens. Der Hypnosezustand ist eine Art Trance. Die
hypnotisierte Person befindet sich in einen Zwischenstadium zwischen
Schlafen und Wachen, in dem das normale Urteilsvermögen erhalten
bleiben. Dennoch ist die Beeinflussbarkeit viel stärker, ohne
dass der Hypnotisierte seine Selbstkontrolle völlig verliert. Man kann
ihn zwar suggerieren, dass ein vor ihm stehender Stuhl nicht
vorhanden ist, aber nicht, dass er sich aus dem Fenster stürzen soll.
Im allgemeinen führt man die Hypnose mit Hilfe von
Entspannungstechniken herbei. Dies kann durch die Konzentration auf einen
Gegenstand oder durch verbale Suggestion geschehen. Die
Ansprechbarkeit auf Hypnose ist individuell verschieden. Kinder
sprechen i. d. R. leichter auf Hypnose an als Erwachsene. Hypnose war
bereits bei den alten Ägyptern und in anderen früheren Kulturen
bekannt. Im achtzehnten Jahrhunderts wurde sie von dem Österreicher Franz
Mesmer wiederentdeckt.
Das >Buch der
Wandlungen< chinesisch >I Ging<, ist das vielleicht
älteste überlieferte Weisheitsbuch auf der Welt. Vor über
3000 Jahren wurde es in China von König Wen Wang und seinen Sohn Chou
verfasst.
Das I Ging ist eine Orakel Methode die symbolhafte Antworten
gibt, welche von einem Kommentar aufgeschlüsselt werden. Das System I
Ging basiert auf der taoistischen Weltanschauung und den polaren
Energien Yin und Yang. Diese beiden Gegenkräfte werden in ihren
verschiedenen Kombinationen in den Zeichen des Orakels dargestellt. Jedes
dieser Zeichen symbolisiert eine Lebenssituation. Der Sinologe Richard
Wilhelm brauchte für die Übersetzung des I Ging über zehn
Jahre. Seine Arbeit machte das I Ging auch dem Westen zugänglich,
wo das älteste Buch Chinas heute eines der aktuellen ist.
Kabbala (auch Kabbala oder Quabala) bedeutet soviel wie > Überlieferung< und ist die Geheimlehre des jüdischen Mystizismus. Ihr Kern ist die Vereinigung des Menschen mit Gott. Die Wurzeln der Kabbala liegen im Judaismus. Ursprünglich wurde sie nur mündlich überliefert. Ab dem 12. und 13. Jahrhundert wurden die Lehren dann niedergeschrieben. Nach der kabbalistischen Lehre sandte Gott 10 Sephirot (Strahlen) aus, durch die er sich in der Welt enthüllte. Die letzte dieser Strahlen ist Shechinah, die Manifestation Gottes im Menschen, in Völkern und irdischen Stätten. Es liegt in der Verantwortung des Menschen, die Vereinigung mit Gott durch Katharsis und Meditation wiederherzustellen. Nach der kabbalistischen Auffassung ist die Liebe der Schlüssel zu dieser Wiedervereinigung mit Gott.
Die Kirlian Fotografie
ist ein Hochfrequenzfotografie-Verfahren, dass von dem
russischen Ehepaar Semyon und Valentina Kirlian entwickelt wurde. Es
ermöglicht, die Korona-Abstrahlung eines Gegenstandes sichtbar zu machen.
Auf den Kirlian-Fotos kann man die Aura von Blättern, Händen und
Gegenständen erkennen. Besonderes Aufsehen erregte die Entdeckung, dass
die Aura immer vollständig sichtbar ist, auch wenn ein Teil des Blattes
oder ein Finger an der fotografierten Hand fehlt. Doch der sogenannte
Phantomblatt-Effekt war bei anderen Experimenten schwer zu wiederholen.
Die Aura-Abstrahlung auf den Kirlian- Fotos kann mit dem
Gesundheitszustand der fotografierten Person in Verbindung gebracht
werden. Ein Diagnosesystem mit Hilfe der Kirlian-Fotografie nachzuweisen.
Viele Faktoren, wie die Stromstärke, der Fingerdruck oder der
elektrische Hautwiderstand, sind bei dem Verfahren kaum zu kontrollieren.
Daher lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, welchen Einfluss diese
Faktoren haben.
Eine Erklärung dafür, dass Menschen in Trance oder unter Hypnose eine gesteigerte Lernfähigkeit zeigen, liegt vielleicht darin, dass in diesem Zustand die tief in ihrem Gedächtnis gespeicherten Informationen aktiviert werden. Die Fähigkeit, vergessene Informationen, die aus Büchern, Gesprächen oder einer anderen Quelle stammen, wieder zu erinnern, nennt man Kryptonäsie oder > unbewusste Erinnerung<. Skeptische Forscher haben sich mit dieser zwar bemerkenswerten, aber natürlichen Begabungen beschäftigt, um die mediale Fähigkeit der Rückerinnerung an vergangene Leben zu widerlegen. Dennoch wurden die Schilderungen des Mediums Joan Grant über die Zeit der ägyptischen Dynastien durch darauffolgende archäologische Untersuchungen bestätigt. Ähnliche Enthüllungen anderer Medien ließen sich im nachhinein durch historische Funde beweisen.
Im Tantra, den
heiligen Schriften der Hindus, wird die Kundalini als die
Lebenskraft bezeichnet, die das Universum durchdringt.
Die Kundalini- Kraft ist am unteren Ende der Wirbelsäule in
Menschen gespeichert. Wenn sie durch Meditation oder spirituelle Übungen
geweckt wird, steigt sie an der Wirbelsäule nach oben auf und aktiviert
die sieben
Chakren.
Wenn sie das Scheitelchakra
oder Ajuna-Chakra erreicht hat, führt sie zum Erlebnis der
Erleuchtung und dem Transzendieren des Bewusstseins.
Doch nach Gopi Krishna kann dieser Effekt auch sehr gefährlich sein, da
er enorme Veränderungen auslöst. Eine Folge der
erwachten Kundalini Kraft ist eine enorm
gesteigerte Sensitivität. Durch die Transformation des Bewusstseins zum
>Überbewusstsein< erhält man Einblick in die größere
Wirklichkeit des Universums und der Schöpfung.
Das erwecken der Kundalini Schlange kann durch verschiedene
Techniken absichtlich herbeigeführt werden. In manchen Fällen tritt
dieses Ereignis aber auch unerwartet ein, was zu geistigen Störungen
führen kann.
Von verschiedenen
Heiligen hat, sagt man das sie in der Luft schwebten, während sie
beteten. Auch Medien berichten von Erlebnissen der sogenannten Levitation,
und auch im Zusammenhang mit Poltergeistern tritt dieses Phänomen auf.
Dabei werden Menschen oder Gegenstände hochgehoben und manchmal
sogar durch die Luft gewirbelt.
Nach der indischen Glaubenslehre haben die Siddhis die Kraft
der Levitation. Es handelt sich dabei um paranormale Kräfte,
die als Nebenprodukt der spirituellen Entwicklung erlangt werden.
Die Psychologin Celia Green prägte den Begriff >Luzidität< in den sechziger Jahren. Wenn man sich im Traum bewusst ist, dass man träumt, spricht man von einem luziden Traum. Dabei bleibt der Träumende kein passiver Beobachter des Traumgeschehens, sondern kann in diesem Zustand den Traum selbst weiter gestalten. Die Luzidität ist zu einem Thema der modernen Traumforschung geworden. Doch schon viel früher war sie den Yogis bekannt, die bereits Methoden der Bewusstseinsentwicklung u. -erweiterung kannten.
In der westlichen
Welt haben die meisten Menschen ein negatives Klischeebild von der Magie,
daß die wahren Ziele der Magier und Okkultisten weit verfehlt. Alle
Praktiken der Magie beruhen letztendlich auf einen Weltbild, dass
die Einheit zwischen Menschen, Pflanzen, Tieren und Mineralien, der ganzen
Erde um den Planeten anerkennet. Aber die Welt des Magiers geht
über unser normales Wahrnehmungsvermögen hinaus und bezieht
die astralen und spirituellen Bereiche mit ein.
In jeder frühen Kultur oder Gesellschaft war die Magie ein
wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens.
Die westliche Magie entspringt größtenteils der
Kabbala,
der okkulten Glaubenslehre des Judentums.
Durch Rituale, deren symbolische Bedeutung auf dem Glauben an die
Wechselbeziehung aller Dinge beruht, versuchen die Magier, sich die
spirituellen Naturkräfte nutzbar zu machen. Die Gefahr der Magie liegt in
der Manipulation. Wenn ein Magier seine Kunst falsch anwendet,
bleibt nicht einmal er vor den Folgen verschont.
Medialität wirft
einige Probleme auf, da man oft schwer unterscheiden kann, ob die
Informationen wirklich auf medialen Wegen erlangt wurden oder dem Unterbewusstsein,
dem Gedächtnis oder sogar der
außersinnlichen Wahrnehmung (ASW) des Mediums entsprungen sind.
Nur in seltenen Fällen kann man mit Sicherheit sagen, dass es sich
um Medialität handelt.
In den meisten alten Kulturen gab es Medien, die die Fähigkeit
besaßen, Botschaften der Götter oder verstorbener zu übermitteln.
Medialität ist Bestandteil der Fähigkeiten des
Schamanen
und des
Spiritismus, um nur zwei
Beispiele zu nennen.
Medialität kann sich auch auf verschiedene Weisen physisch
manifestieren, so z. B. durch Klopfzeichen. In manchen Fällen
werden auch Stimmen laut, die nicht von dem Medium selbst stammen.
Die Spiritisten glauben, dass die Geistwesen das vom Medium
produzierte >Ektoplasma< benutzen, um sich mittels einer Stimme
bemerkbar zu machen.
Die wohl aufregendste Demonstration von Medialität zeigte sich
dann, wenn das Medium in tiefe Trance fällt. In diesem Zustand kann es
passieren, dass sich die Seele eines verstorbenen in der Persönlichkeit
des Mediums. manifestiert
Der Mind Mirror in ein tragbares EEG, mit dem man die Gehirnwellenaktivitäten in beiden Gehirnhemisphären messen und mittels Leuchtdioden aufzeichnen kann.
Die Mystik ist das
Herz aller Religionen. Die mystische Erfahrung im Christentum ist
die Kommunion mit Gott. Eine ähnliche Entsprechung findet sich im
Yoga, dass auch die Vereinigung mit dem göttlichen zum Ziel hat.
Das Wort > Mystik< ( griechisch: Geheimlehre)
entstammt derselben Wurzel wie >Mysterium< (griechisch:
Geheimnis) und beschreibt im religiösen und weltlichen Zusammenhang das
Einswerden des Menschen mit der Schöpfung. Mystik ist weniger eine
Glaubenslehre als eine Lebenseinstellung und eine Weltsicht. Das mystische
Erlebnis (unio mystica) lässt sich rational schwer erklären. Es ist eher
ein Gefühl, eine Stimmung oder eine Atmosphäre, die einen tief
durchdringt. Das Erlebnis des Einsseins mit dem ganzen Kosmos führt
zu einem überwältigenden Eindruck von der Wirklichkeit, der sich mit
Worten schwer beschreiben lässt.
Doch gerade in der heutigen Zeit stellt sich immer mehr
heraus, dass die Vision des Mystikers gar nicht so realitätsfern
ist, wie die Rationalisten immer geglaubt haben. Die Erkenntnisse
der modernen Quantenphysik zeigen, dass die Grenze zwischen Physik und
Mystik fließend ist. Die Trennung in verschiedene Welten oder
Realitäten besteht nur in unserem begrenzten Denken.
Der Begriff >odische
Kraft<, um 1840 von Baron Karl von Reichenbach geprägt, bezeichnet
eine feinstoffliche Energie, die im Zusammenhang mit
Magnetismus steht. Diese Energie lässt sich in den Sonnenstrahlen,
Mondstrahlen, in Kristallen, Pflanzen, Menschen sowie anderen
Naturphänomenen nachweisen.
Reichenbach entdeckte die odische Kraft durch eine Beobachtung, die
er an psychisch Kranken machte. Diese konnten die beiden Magnetpole als
leuchtendes Licht sehen. Daraufhin stellte er diese Wahrnehmung auch
bei Gesunden fest und schloss daraus, dass es sich bei diesem Phänomen um
eine völlig neue Energie handelt. Reichenbach nahm an, dass die Menschen
für diese odische Kraft empfänglich sind.
Im Menschen sind die Hände, die Stirn und der Hinterkopf die
Hauptausstrahlungsbereiche der odischen Kraft. Menschen und Objekte, die
mit odischer Kraft aufgeladen sind, dienen als Überträger.
Die Ausstrahlung der odischen Kraft wird von Medien und
sensitiven Menschen als Aura wahrgenommen. Auch die medialen
Demonstrationen bei Sèancen sind auf die Wirkung der odischen Kraft
zurückzuführen.
Das Ouija-Brett
(aus französisch >oui< und deutsch >ja<) ist ein Hilfsmittel,
um mediale Botschaften zu übermitteln.
Es besteht aus Karten mit den Buchstaben des Alphabets. Ein
umgestülptes Glas bewegt sich in Richtung der Buchstaben, die
übermittelt werden. Auf diese Weise werden Botschaften buchstabiert. Ob
die Mitteilungen nun wirklich aus dem Jenseits stammen oder ein Produkt
des Unterbewusstseins der Teilnehmer sind, ist fragwürdig.
Das Wort >paranormal<
bedeutet laut Duden: nicht auf natürliche Weise erklärbar. Im
allgemeinen wird es im Zusammenhang mit der
Parapsychologie
benutzt, um nicht alltägliche und rational nicht erklärbare Phänomene
wie z. B.
Telepathie und
Präkognition zu beschreiben.
Als >Paranormal< bezeichnet man alle Ereignisse, die sich
den physikalischen Gesetzen entziehen und einer eigenen undurchschaubaren
Logik folgen. Dennoch sind sie genauso real wie die Dinge, die wir mit unserer
> normalen< Wahrnehmung erleben.
Das Wort >
Parapsychologie< wurde bereits im neunzehnten Jahrhundert von dem
Psychologen und Philosophen Max Dessoir (1867 - 1947) geprägt, der sich
mit Okkultismus beschäftigte.
Die Anfänge der modernen Parapsychologie gehen auf Experimente von J.B.
Rhine in den dreißiger Jahren zurück.
Während sich frühere Forscher hauptsächlich mit Medialität
befasst hatten, legte Rhine den Schwerpunkt seiner Arbeit auf ASW- Phänomene.
Im Gegensatz zu früheren Untersuchungen verlegte er seine Versuche ins Labor,
wo er viel bessere Kontrollmöglichkeiten hatte. Das machte seine Arbeit
wissenschaftlich. Auf diese Weise untersuchte er
Telepathie,
Hellsehen,
Präkognition
und
Psychokinese.
Obwohl es heute in
Europa und in den USA an verschiedenen Universitäten Forschungsprojekte gibt,
bleibt die Parapsychologie ein umstrittenes Thema. Die Wissenschaft steht der
Parapsychologie immer noch voller Vorurteile gegenüber und weigert sich, sie
als einen Zweig der Naturwissenschaft anzuerkennen.
Inzwischen bis es einigen Parapsychologen gelungen, zu
vielversprechenden Resultaten zu gelangen. Dennoch kann man immer noch keine
eindeutigen Aussagen über Parapsychologische Phänomene machen,
was z. T. daran liegt, dass die einzelnen Versuche sehr schwer reproduzierbar
sind. Eine der Schwierigkeiten, an denen die Parapsychologische Forschung zu
scheitern droht, ist die spontane und nicht vorhersagbare Natur paranormaler
Phänomene. Dies lässt sich mit den starren Methoden wissenschaftlicher
Forschungsarbeit nur schwer vereinbaren. Mit der Gründung der >
Gesellschaft für Parapsychologische Forschung< wurde ein erster Versuch
unternommen, der Parapsychologie ein solides und respektables Fundament zu
verschaffen. Doch obwohl sich namhafte Wissenschaftler seither darum
bemüht haben, die Echtheit von
Telepathie,
Medialität
und anderen spirituellen Kommunikationsmöglichkeiten zu beweisen, ist dies
bis heute noch nicht gelungen.
Die Past-Life-Therapie geht
davon aus, dass wir durch unsere früheren Inkarnationen im jetzigen
Leben beeinflusst werden. Obwohl die Reinkarnation immer noch
umstritten ist, beschäftigt sich die Past-Life-Therapie mehr mit dem
offensichtlichen Zusammenhang zwischen gegenwärtigen Konflikten und
Ereignissen aus früheren Leben, egal ob diese Inkarnationen Einbildung
oder Wirklichkeit sind. Unabhängig voneinander entwickelten sich die
Grundlagen dieser Therapieform in Europa und Amerika.
Die Schwierigkeit bei der Past-Life-Therapie liegt darin, die
Erinnerung an das Ereignis aus der Vergangenheit, welches das Trauma
verursacht hat, wiederherzustellen. Zu diesem Zweck wird Hypnose oder
eine Form des Psychodramas verwendet. Die Past-Life-Therapie eignet sich
für viele psychosomatische Krankheiten und Verhaltensstörungen sowie
sexuelle Probleme oder auch Alkohol- oder Drogenabhängigkeit. Wenn das
traumatische Ereignis erinnert wird, geht es dem Therapeuten einzig und allein
darum, die heilsame Wirkung des Wiedererlebens zu fördern, da
sich das Trauma durch diesen Prozess auflöst. Die Therapie wird in
Einzelsitzungen oder Gruppen durchgeführt.
Ein Pendel wird wie
die Wünschelrute Wohnung benutzt, um die neuromuskulären Schwingungen der
Arme und Hände zu übertragen. Das Pendel besteht aus einer Kette mit
Anhänger. Dieser Anhänger kann aus Holz, Metall, Plastik oder einem anderen
synthetischen Materials sein. Aber auch Ringe, Taschenuhren oder
Kristalle können als Pendel benutzt werden.
Beim Pendeln lässt man das Pendel zunächst in einer geraden Linie hin
und her schwingen. Nachdem man die Frage gestellt hat, bewegt es sich entweder
im oder gegen den Uhrzeigersinn. Welche Richtung nun > ja< oder
> nein< bedeutet, muss man durch Erfahrungen herausfinden. Eine
Veränderung der Achsenrotation des Pendels kann eine Wasserader oder -leitung
sein, was beim Rutengehen wichtig ist.
Eine der vielen
Veränderungen an der Schwelle des
Wassermannzeitalters
besteht darin, dass den spirituellen Werten ein höherer Wert beigemessen wird
als den materiellen. Dies wird in allen Bereichen der Gesellschaft
offenkundig.
Die Beziehung für diese neue Weltordnung ist >Pneumatokratie<
(griechisch pneuma = Geist und Kratos = Regel oder
Gesetzmäßigkeit). Im übertragenen Sinne bedeutet Pneumatokratie soviel wie
> die Gesetzmäßigkeit von Geist und Seele<. Wenn wir dieser
Gesetzmäßigkeit folgen, dann bestimmt das höhere Selbst in Form von
Kreativität und Intuition unserer Handlungen. Daraus kann sich eine
harmonische und flexible Gesellschaftsordnung entwickeln.
Präkognition bedeutet
Vorauswissen, wozu auch die
Prophezeiung
zählt. Doch die Präkognition ist ein Erlebnis, bei dem man ganz plötzlich
Einblick in ein zukünftiges Ereignis hat. Vielfach geschieht dies im Traum.
Bei den vorhergesehenen Ereignissen handelt es sich meist um Katastrophen,
egal ob es sich um Naturereignisse, von Menschen verursachte oder plötzliche
Unglücksfälle handelt.
Die Zuverlässigkeit der Präkognition ist nicht leicht zu beweisen. Die
Voraussetzung dafür ist, dass man das vorher gesehene vor dessen Eintritt
einem Dritten erzählt hat, um sicherzustellen, dass man tatsächlich vor dem
Ereignis zu den Informationen gelangt ist. Des weiteren muss man genau
auf die Details achten, die man sieht, da sich die Beschreibungen oft
auf irgendeine beliebige Katastrophe beziehen können. Und schließlich
muss Katastrophe kurz nach der prägkognitiven Wahrnehmung eintreten,
damit auch ein tatsächlicher Zusammenhang mit ihr festgestellt werden kann.
Sowohl im Alten als auch im
Neuen Testament wird Gott als der Urheber der Prophezeiungen genannt. Moses
und die Propheten des Alten Testaments wollten die Zukunft des israelischen
Volkes während dessen Wanderschaft über Jahre hinweg vorausgesagt
haben. Der Heilige Geist übertrug laut Schrift diese Fähigkeit auf die
Apostel.
Auch bei den Schamanen gibt es eine uralte Tradition der
Weissagung.
Im Westen ist die Kunst der Weissagung zu einer weltlichen Angelegenheit
geworden. Sie wird von Menschen praktiziert, die medial veranlagt sind
und das sogenannte
zweite Gesicht
besitzen. Einer der berühmtesten westlichen Propheten ist
Nostradamus (1503-1566), der seine Visionen im Trance-Zustand erhielt.
Er schrieb seine Weissagungen in verschlüsselter Form nieder. Daher gibt es
unzählige Interpretationen seines Werks, dessen Faszination immer weiter
gewachsen ist.
Da die meisten Visionen im Traum oder in einem veränderten Bewusstseinszustand
übermittelt werden, ist es schwierig, zu einer absolut richtigen Deutung
zukommen. Vielleicht bestehen hier dieselben
Kommunikationsschwierigkeiten wie bei medial übermittelten Botschaften.
PSI ist ein Übergriff für außersinnliche Wahrnehmung, der in der Parapsychologie für Phänomene wie Telepathie, Hellsehen, Präkognition, Psychokinese usw. verwendet wird.
Als Uri Geller vor
Fernsehkameras Löffel mit geistigen Kräften verbog, erlebte die breite
Öffentlichkeit zum erstenmal was Psychokinese ist. Doch schon vor Uri Geller
wurde verschiedentlich von ähnlichen Vorfällen berichtet. Oft blieben
Uhren in dem Moment stehen, wo jemand starb. Durch
Poltergeistaktivitäten wurden Möbelstücke verrückt oder Gegenstände durch
die Luft gewirbelt. Dies sind verschiedene Auswirkungen von Kräften,
die die Materie beeinflussen können.
Von vielen Menschen wurde behauptet, sie hätten ihre
psychokinetischen Fähigkeiten entwickelt.
Uri Gellers Demonstration löste eine Welle von Nachahmungen aus, vornehmlich
von Kindern die scheinbar über dieselben Kräfte verfügten. Doch wie auch
Uri Geller wurden viele der Scharlatanerie verdächtigt, was sich in einigen
Fällen auch als richtig herausstellte. Nach gründlichen Untersuchungen, die
Professor Hasted an der Londoner Universität anstellte, konnte jedoch der
Beweis für die Psychokinese erbracht werden.
Psychometrie ist die
seherische Fähigkeit, die Geschichte eines Gegenstandes auf medialem Wege zu
sehen oder Informationen über dessen Eigentümer daraus abzulesen.
Der Begriff Psychometrie wurde im neunzehnten Jahrhundert von dem
amerikanischen Wissenschaftler Professor Buchanan geprägt. Der entdeckte
dieses Phänomen durch Zufall bei einem geistlichen, der durch bloße
Berührung eines Gegenstandes Aussagen über dessen Herkunft und Besitzer
machen konnte. Später untersuchte Buchanan noch andere Personen, die diese
Fähigkeit der Psychometrie besaßen.
Radiästhesie ist eine andere Bezeichnung für Wünschelrutengehen und Pendeln. Der Begriff wurde von Abbè Mermet, einen französischen Rutengänger, geprägt. Radiästhesie bedeutet > Sensitivität für Strahlungen<. Die Radiästhesie findet in der Archäologie, im Gartenbau und in der Diagnostik von Krankheiten Anwendung.
Rebirthing ist eine von Leonard Orr entwickelte psychotherapeutische Methode. Rebirthing heisst sinngemäß: neu geboren werden. Viele unserer Verhaltensmuster, Ängste, Gefühlsblockaden und Krankheiten lassen sich auf das Geburtstrauma zurückführen. Rebirthing ist die Change noch einmal geboren zu werden, diesmal auf sanfte Art und in eine Welt, die einen mit Liebe als den annimmt den man ist. Dies schafft die Grundlage für eine wesensgemäße Selbstverwirklichung. Rebirthing ist heute eine der am weitesten verbreiteten Therapien überhaupt. Sie wird nur von erfahrenen Therapeuten durchgeführt, welche einenRebirther-Zertifikat erworben haben.
Reinkarnation ist eine
Lehre von der Wiedergeburt und ist Bestandteil vieler Weltregierungen. Im
Buddhismus und Hinduismus findet sich der Gedanke der Wiedergeburt als Teil
des ewigen Kreislaufs der Schöpfung. Der Reinkarnations-Gedanke taucht auch
bei Phytagoras und den Griechen auf.
Im frühen Christentum war der Glaube an die Wiedergeburt ebenfalls
verbreitet, bis der von der katholischen Kirche im Jahre 553 nach
Christi verworfen wurde.
In jüngster Zeit wurde die Lehre von der Wiedergeburt durch das
Interesse an östlichen Religionen und Philosophien wieder lebendig. Die
Theosophie
stützt sich zu einem großen Teil
auf die indische Glaubensvorstellung und trug dazu bei, die Lehre von Karma
und Reinkarnation im Westen zu verbreiten. Der amerikanische Psychiater
Professor Ian Stevenson hat sich sehr intensiv mit der Erforschung der
Reinkarnation beschäftigt. Er beschreibt Fälle aus Indien, wo sich
Kinder sehr lebhaft an frühere Leben und ihre früheren Eltern erinnern
können. Die Inkarnationen dieser Kinder ließen sich bei späteren
Nachforschungen mit großer Genauigkeit rekonstruieren.
In religiöser Hinsicht ist die Reinkarnation für die spirituelle
Entwicklung von Bedeutung. Darüber hinaus gehen viele moderne Therapeuten von
der Annahme aus, dass die Ursachen vieler psychischer und
physischer Krankheiten in einem früheren Leben liegen können.
Der Adelige
Christianus Rosenkreutzer (1378-1484) reiste in jungen Jahren als Mönch
verkleidet durch Indien, Persien und Arabien, wo er mit den Lehren der
Weisen und Seher dieser Länder vertraut wurde. Nach seiner Rückkehr
gründete er im Jahre 1425 den Rosenkreutzer-Orden, der 200 Jahre lang im
geheimen blieb. Nach einer anderen Legende soll die Geheimlehre der
Rosenkreutzer aus Atlantis überliefert worden und demnach der einzige
Überrest des Wissens dieser untergegangenen Zivilisation sein.
Die heutigen Rosenkreutzer glauben, dass Fragmente des
Geheimwissens von Atlantis in allen Kulturen der alten Welt versprengt sind .
Nach dem Glauben der Rosenkreutzer schöpfen alle diese Kulturen aus einer
gemeinsamen Quelle, die noch viel älter ist.
Die Ursprünge der Rosenkreutzer liegen noch immer im dunklen. Auch
heute sind die Rosenkreutzer eine geheimen Bruderschaft. Die Geheimlehre der
Rosenkreutzer wird nur von Meister zu Schüler weitergegeben und ist der
Öffentlichkeit nicht zugänglich.
>Schamane< ist die
anthropologische Bezeichnung für den Medizinmann in Asien und Amerika.
Schamanismus ist ein uralter Weg persönlichen Lernens und Handelns
im Hinblick auf Gesundheit und Heilung unser selbst, der Gemeinschaft und der
Umwelt. Der Begriff Heilen bezieht sich im Schamanismus jedoch nicht nur
darauf, Krankheiten zu heilen. Die Fähigkeit zu heilen erlangt der Schamane
erst nach seiner Initiation, der eine lange Lehrzeit vorausgeht. Danach steht
er mit der anderen Wirklichkeit und den Geistern in Verbindung. Im
Schamanismus werden bewusstseinserweiternde Techniken und auch Drogen
verwendet.
Der Schamanismus ist von einer sehr lebensnahen Symbolik durchdrungen, die
auch in Gebeten, Gesängen, Tänzen, Ritualen und Zeremonien zum
Ausdruck gebracht wird finden.
In den USA ist die Scientology-Bewegung eine anerkannte Religion. Sie wurde von Ron L. Hubbard gegründet und basiert auf einer von ihm entwickelten Lehre der Selbstdisziplinierung, bekannt als Dianetik. Die Methoden der Scientology-Bewegung sind sehr zweifelhaft. Hubbard, der 1978 zum letzten Mal in der Öffentlichkeit auftrat, starb im Jahre 1986.
> Die Praktiken gewisser
Organisationen konfrontieren uns mit dem traurigen Kapitel menschlichen
Elends. Es ist ein schreckliches Verzeichnis, dass so abstoßende Dinge
enthält z. B. wie Prostitution als Köder für neue Anhänger und zur
Geldbeschaffung, sexuellen Missbrauch von Kindern, Nötigung, geistige
Unterwerfung, Gehirnwäsche und Anstiftung zu kriminellen Handlungen aus
Geldgier.<
Diese Worte stammen von Richard Cotrell, einen konservativen Mitglied
des Europaparlaments. Mit seiner Rede trat er für eine gesetzliche Kontrolle
der neuen Religionsgemeinschaften ein.
1984 wurde vom Europaparlament ein Kodex gebilligt, der das Recht auf
den individuellen Glauben anerkennt, aber auch die Forderung stellt, dass
jeder in gleichem Maße das Recht hat, eine religiöse Bewegung ungehindert
wieder zu verlassen, mit seiner Familie und Freunden in Kontakt zu
bleiben und in einem normalen Verhältnis zur Außenwelt zu leben.
In verschiedenen westlichen Ländern, einschließlich USA und
Großbritannien, wurde den repressiven Praktiken einiger Sekten besondere
Aufmerksamkeit geschenkt, die unter dem Verdacht standen, sich ihre Anhänger
durch Gehirnwäsche und anderen Repressalien gefügig zu machen. Man
beschäftigte sich besonders mit dem Schicksal junger Menschen, deren
Zugehörigkeit zu einer Sekte zur Entfremdung von der Familie und der
Gesellschaft geführt hatte.
Das Europaparlament bringt ganz deutlich zum Ausdruck, dass Menschen
oder die Eltern von Jugendlichen sich sehr sorgfältig über religiöse
Bewegungen informieren sollten, die absolute Ergebenheit fordern. Die
Anerkennung des Kodex zeigt die Einstellung einer Sekte zu den
Menschenrechten. Aber die Menschen, die mit einer Bewegung zu tun haben, die
Organisatoren und Mitglieder, ihre Laufbahn und ihr Image, sagen mehr
über eine Sekte aus als irgendwelche öffentlichen Äußerungen. Denn
natürlich könnte ein Gesinnungswechsel aufgezwungen worden sein.
Der Spiritismus ist
eine Glaubensvorstellung, die von einem Weiterleben nach dem Tod
ausgeht. Darüber hinaus spielen Medien im Spiritismus eine zentrale Rolle, da
die Spiritisten glauben, dass die Verstorbenen mit den Lebenden kommunizieren
wollen.
Der Spiritismus entstand im 19. Jahrhundert und hat auch heute noch
viele Anhänger. Er stützt sich auf den frühen christlichen Glauben, wird
aber von der orthodoxen christlichen Kirche mit Feindseligkeit
betrachtet. Diese Feindseligkeit gegenüber den Spiritisten ist vor allem auf
die obskuren Machenschaften einiger Spiritistischer Medien
zurückzuführen, die sich als Scharlatane entpuppten. Dies war ein großer
Nachteil für echte Medien in den Reihen der Spiritisten.
Der Sufismus ist die mystische
Glaubenslehre des Islam. Obwohl die Sufi-Meister und ihre Orden seit
Jahrhunderten von den orthodoxen Vertretern des Islam angefeindet
werden, hat sich die Tradition bis heute bewahrt.
>Sufi< ist die Bezeichnung für die einfachen wollenen
Kleidungsstücke, die von den Moslems während der Nachtwache in der Wüste
gewebt werden. Bei diesen Nachtwachen befinden sie sich in einem
meditativem Zustand des In-sich-gekehrt-Seins, der die Abwendung vom
weltlichen und die Suche nach einer direkten Gotteserfahrung zum Ausdruck
bringen soll. In Sufismus werden die verschiedensten Methoden verwandt, von
der Askese bis zum Tanz der Derwische, der einen Zustand der Extase
hervorruft. Alle Techniken haben jedoch dasselbe Ziel, nämlich das mystische
Einswerden mit Gott zu erfahren. Wie alle anderen Glaubensvorstellungen
auf der Welt ist auch der Sufismus ein spiritueller Weg. Heute ist auch im
Westen das Interesse am Sufismus erwacht.
Tarot ist ein Kartenspiel, dass aus 78 Karten mit verschiedenen Symbolen besteht. Bei den Zigeunern diente es der Zukunftsvoraussage. Das Tarot hat jedoch eine viel tiefere esoterische Bedeutung. Die Symbolik und die Aufeinanderfolge der Karten spiegeln den spirituellen Weg des Menschen bis zu seiner Vollendung Wohnung als > Meister< wider. Die Tarot Karten sind in die großen Arkana (Geheimnisse), die 22 magischen Karten, und die kleinen Arkana unterteilt, wo bei letztere eher die Stufen des irdischen Wachstums darstellen. Die großen Arkana hingegen versinnbildlichen die Begegnungen mit dem göttlichen, der spirituellen Welt. Es gibt viele verschiedene Tarot-Arten, die sich in Spielweise und Deutung z. T. völlig unterscheiden.
Telepathie ist eine Form der außersinnlichen Wahrnehmung und bezeichnet die Fähigkeit, Gedanken zu lesen. Das Phänomen der Telepathie tritt spontan auf. Daher lässt es sich nicht reproduzieren, was die wissenschaftliche Forschung erschwert. Die Telepathische Begabung findet sich häufig bei Zwillingen .
Die Theosophie will
Einsichten in die Ursprünge, die Natur und die Bestimmung des Menschen
vermitteln, die hauptsächlich auf den Enthüllungen von Madame Blavatsky
(1831-1891) basieren. Madame Bavatsky bereiste 40 Jahre lang den Osten und
stand dabei mit tibetanischen Meistern in medialem Kontakt. Um 1870
gründete sie in Indien zusammen mit Colonel Olcott die
Theosophische Gesellschaft. Die Elemente der Theosophie sind in Madame
Blavatskys Werken >Die Geheimlehre< und >Isis entschleiert<
beschrieben.
Gemäß der Theosophie ist der Mensch ein spirituelles Wesen,
welches über mediale Kräfte verfügt. Die Entwicklung dieser Fähigkeiten
in ein Teil des Evolutionsprozesses. Auch die Reinkarnation ist
ein zentraler Bestandteil der Theosophischen Lehre.
Die Theosophen glauben, daß die Menschen von spirituellen Meistern
geführt werden, die auf einer höheren Bewußtseinsebene wirken.
Fast jede Kultur,
angefangen bei den Hebräern, den Indern und den Chinesen, benutzten die
Träume, um Dinge zu enthüllen, oder vorherzusagen. Der Heiltradition des
Äskulap folgend, soll es im alten Griechenland Tempel gegeben haben, in denen
Kranke heilsame Träume empfingen, wenn sie dort schliefen.
Obwohl die Träume im Grenzbereich wissenschaftlicher Erklärbarkeit
liegen, lässt sich nicht leugnen, dass sie für viele Menschen von großem
Wert sind. Besonders Künstler und Schriftsteller, aber auch
Wissenschaftler erhielten viele ihrer Inspirationen im Traum.
In anderen Kulturen beschäftigt man sich ernsthaft mit dem tieferen
Inhalt der Träume und nutzt diese für das tägliche Leben. Bis zum heutigen
Tag basiert die Kultur der Senoi in Malaysia auf der kreativen Nutzung
der Träume. Die Verhaltensforscher sind der Meinung, dass das Geheimnis der
friedlichen und geordneten Existenz des Volkes der Senoi darin
begründet liegt, dass sie durch die Traumarbeit ihre inneren Ängste
und Probleme meistern. Dadurch werden sie zu harmonischen
Persönlichkeiten. Die Senoi lehren einige Techniken der
Traumarbeit. Diese beinhaltet unter anderem die Verarbeitung von
Alpträumen und den damit verbundenen Ängsten.
Einige der neuen Therapieformen verwenden ähnliche Methoden der
Traumarbeit, die verschiedenen Traditionen wie der der Sanoi entstammen.
Im Westen ist es Siegmund Freud zu verdanken, dass die Welt der Träume
ihre gebührende Anerkennung erhalten hat.
Freud s Einstellung zu den Träumen unterscheidet sich jedoch sehr
stark von der Traumdeutung früherer Kulturen, die den Inhalt auf ein
bestimmtes Ziel hin zu interpretieren versuchten. Freud sah in der Symbolik
der Träume eine Möglichkeit das Unterbewusstsein auf verborgene und
unterdrückte Wünsche aufmerksam zu machen. Seiner Meinung nach
sind Träume ausnahmslos der Ausdruck für das kindliche Bedürfnis nach
Wunscherfüllung.
C.G. Jung fand in der Traumarbeit ein enormes Potential, das weit über den
Zusammenhang der Träume mit ungelösten Konfliktsituationen hinaus geht. Nach
seiner Auffassung fließt in die Träume neben den Symbolen des
persönlichen Unterbewussten das kollektive Unterbewusste ein. Sowohl
die Freudianer als auch die Schule Jungs sind mit ihrer Art der
Traumdeutung in der Psychoanalyse anerkannt. Doch erst die Vertreter der
elektrischen Psychologie, die mehrere psychologische Richtungen vereint,
machen die Träume einen breiten Publikum zugänglich, wie Patricia Garfield
oder Ann Faraday, die Autorin des Buches >Die positive Kraft der
Träume<.
Trance ist ein
veränderter Bewusstseinszustand, bei dem das normale Wachbewusstsein ganz
oder teilweise ausgeschaltet ist. Wunden der Trance-Zustand kann durch
Hypnose, Meditation oder andere Techniken, z.
B. gleichmäßige Trommeln, Tanzen und Singen, wie es von
Schamanen
verwendet wird, sowie durch bestimmte Drogen hervorgerufen werden.
Im Trance-Zustand kommt man mit einer höheren Bewusstseinsdimension in
Kontakt. Medien können in diesem Zustand mit Verstorbenen oder Geistwesen
kommunizieren. Die Schamanen erleben ihre Visionen oder treten mit den
Göttern in Verbindung. In religiösem und spirituellem Zusammenhang dient die
Trance der Bewusstseinserweiterung, um zu dem mystischen Erlebnis des
Einsseins mit dem göttlichen und zur Erleuchtung zu gelangen.
Vereinigung für die Wissenschaftliche Forschung paranormaler Phänomene
In Akademikerkreisen steht
man dem Paranormalem eher feindselig gegenüber. Die ernsthafte
Erforschung des Anormalen ist an ihren eigenen edlen Motiven
gescheitert. Im allgemeinen herrscht die Meinung vor, dass wissenschaftliche
Methoden die einzige Möglichkeit sind, die Realität zu erforschen.
Bereiche wie
Medialität
und
außersinnliche
Wahrnehmung liegen jedoch außerhalb der Reichweite von kontrollierten
wissenschaftlichen Experimenten.
Aus diesem Grund beschlossen einige Leute, darunter Mitglieder der
Gesellschaft für Parapsychologie, dass man diese umstrittenen Themen gezielt
anpacken müsse.
Die Mitglieder der 1982 gegründeten Vereinigung zur wissenschaftlichen
Erforschung paranormaler Phänomene erkennen an, dass paranormale
Ereignisse spontan auftreten, und passen sich mit ihren Forschungen an diese
Tatsache an.
Nach Angaben der Astrologen
kommt die Erde in das Zeitalter des Wassermanns.
Von der Erde aus betrachtet, braucht die Sonne für einen Erdumlauf ein Jahr.
Ihre Umlaufbahn wird in der Astrologie in Zwölf Abschnitte unterteilt, die
nach den Sternbildern benannt sind.
Die Erde selbst durchläuft diese zwölf Abschnitte, den Tierkreis, in einer
viel längeren Umlaufzeit, nämlich dem astrologischen Zeitalter. Es
entspricht der Zeit, die der Planet braucht, um alle zwölf Zeichen zu
durchlaufen, und zwar in bezug auf die Rotation der Erde um ihre eigene Achse.
Der gesamte Umlauf durch den Tierkreis dauert 26 000 Jahre, was bedeutet, dass
die Erde 2100 Jahre in einem Tierkreiszeichen verweilt.
Das astrologische Jahr beginnt mit der Frühlings- Tagundnachtgleiche. Der
Frühlingspunkt befand sich in den letzten 2100 Jahren im Zeichen der Fische
und bewegt sich nun in das Zeichen Wassermann.
das Wassermann-Zeitalter hat den Wassermann zum Symbol, der aus der Amphore
Wasser vom Himmel auf die Erde gießt. Er verbindet mit dem Wasser Himmel und
Erde, weshalb die charakteristischen Eigenschaften dieses Zeitalters Harmonie,
Frieden und Verständnis sind. Diejenigen, die die Geschichte aus
astrologischer Sicht betrachten, wenden diese Beschreibung wortgetreu auf
unsere Zeit an. Andere wiederum entleihen diesen Begriff wegen seiner
Symbolischen Bedeutung. In ihrem Buch >Die sanfte Verschwörung< zeigt
Marilyn Ferguson die unterschwellige Veränderung des Bewusstseins und der
Wertvorstellung auf, die weitgehend mit dem Symbolgehalt des Wassermanns
identisch ist. Sie ist der Auffassung, dass das neue Ethos aus dem inneren des
Menschen entspringt und nicht die Folge des Laufes der Jahrhunderte.
Wünschelrutengänger und
Pendler haben mit ihrer Fähigkeit, unterirdische Wasseradern aufzuspüren,
Krankheiten zu diagnostizieren und die richtige Behandlung zu bestimmen,
sowie verborgene archäologische Fundstätten zu lokalisieren, sogar Skeptiker
auf sich aufmerksam gemacht.
Wünschelrutengänger gibt es in Europa schon seit Jahrhunderten. In
Holzschnitten aus dem 16. Jahrhundert sind Wünschelrutengänger dargestellt;
Felsmalereien, die etliche Jahrtausende alt sind, lassen darauf schließen,
dass diese Technik sogar noch viel älter ist. In unserem Jahrhundert
wurde das Wünschelrutengehen durch Henry de France wieder populär, der
sich in seinen Schriften kritisch mit diesem Thema auseinandersetzt.
Zu den bekanntesten Wünschelrutengängern unserer
Zeit zählt der französische Priester Abbè Mermet. In den 20er Jahren
kam der erfahrene Rutengänger auf den Gedanken, seine Fähigkeiten zu
Diagnosezwecken bei Krankheiten einzusetzen. Über Beziehungen der
Kirche zu verschiedenen Krankenhäusern konnte er einige diagnostische
Versuche mit der Wünschelrute unter ärztlicher Aufsicht mit großen Erfolg
durchführen.
Verschiedenen Wünschelrutengänger befassen sich mit der Suche
nach archäologischen Stätten. Dieser breite Anwendungsbereich der
Wünschelrute spiegelt sich in den verschiedenen Aktivitäten der Rutengänger
wieder. Einer der bekanntesten unter ihnen, Bruce Mac Manaway, verwendete die
Wünschelrute sowohl zur Diagnose von Krankheiten als auch zum aufspüren von
schädlichen Erdstrahlungen.
Zener-Karten werden bei den außersinnlichen Wahrnehmungen ASW-Tests verwendet. Das Kartendeck besteht aus 25 Symbol-Karten. Es gibt insgesamt fünf Symbole: Kreuz, Quadrat, Kreis, Stern und Wellenlinien.
Menschen, die die Fähigkeit besitzen, Ereignisse vorher zusehen oder voraus zu ahnen, haben das sogenannte Zweite Gesicht. Ob jemand das zweite Gesicht hat oder nicht, ist umstritten, außer es handelt sich um einen begabten Seher wie beispielsweise Edgar Cayce. Auch bei Zwillingen taucht dieses telepathische Phänomen weit häufiger auf, als allgemein bekannt ist.