Magie - Das Wort alleine schon, bringt in der Regel unterschiedliche Denkmuster und Emotionen hervor. Auf der einen Seite fasziniert Magie und konfrontiert mit der in jedem Menschen vorhandenen Lust, Macht zu erlangen und auszuüben. Man will etwas vollbringen zu können, das mit so genannten natürlichen Dingen nicht auszuführen ist. Man will Grenzen überschreiten, die einem gesetzt sind, um in neue und unbekannte Bereiche vorzustoßen. Aber auf der anderen Seite weckt Magie auch Angst vor der Konfrontation mit Kräften, die vielleicht irgendwann nicht mehr kontrollierbar sind.
Magie, wie sie in Magierkreisen verstanden wird, hat jedoch einen ganz bestimmten Bedeutungsinhalt. Denn Magie ist psychischer Natur und wird zur Erkenntnis um die unglaublichen Kräfte, welche tief in uns verborgen sind. Alle magischen Wirkungen gehen also vom Innern des Menschen aus, und die bei rituellen Handlungen benützten Utensilien sind lediglich als Hilfsmittel zu verstehen. Jeder Mensch kann lernen, Magie auszuüben sofern er bereit ist, sein Bewusstsein zu erweitern. Es ist nicht immer von Nöten, bestimmte Fähigkeiten in die Wiege gelegt bekommen zu haben, es erleichtert zwar das Ausüben von Magie, ist aber wie gesagt kein „Muss“.
Aber, warum kann die Magie dann nicht von jedem Menschen sofort eingesetzt werden? Nun, hier muss man sich vor Augen führen, dass bei laienhafter Durchführung von magischen Praktiken, nicht genügend psychische Kräfte aufgebracht werden und somit ein nicht geringer Teil der energetischen Kräfte ihrem Anspruch keineswegs genügen und deshalb vollkommen ohne Wirkung bleiben. Aus diesem Grunde ist ein zugvoriges geistiges Training von unabdingbarer Wichtigkeit.
Es kommt zwar
immer wieder vor, dass der Zauber für den Ausübenden äußerst befriedigend
verläuft und er somit sein Ziel zu erreichen scheint, doch liegt es meist daran,
dass eine magische Handlung nach dem eigenen seelischen Befinden, die dem
Ausübenden durch sein Tun widerfährt, bewertet wird. Vor allem beim Schutzzauber
lässt sich ein solches oft beobachten. Hierbei genügt es, wenn der
Praktizierende sich durch seine magische Handlung, sein emotionales Befinden
stärkt und somit das Gefühl der Sicherheit erfährt, welches er sich wünscht. Er
hat somit sein Energiefeld um sich herum gestärkt um sämtliche negativen
Energien abprallen zu lassen. Die persönliche Einstellung zum magischen Wirken
ist demzufolge für den Erfolg der Magie mit verantwortlich. In der Magischen
Praxis wird mit feinenergetische Kräften gewirkt, nämlich jenen, der Gedanken-
und Vorstellungskraft. Setzen wir diese mit absolut eisernen Willen und dem
damit verbundenen unbeirrbaren Glauben ein, wird das dem magisch
praktizierenden derartig Macht geben, dass ihm nicht nur die Macht der magischen
Kräfte, sondern auch Macht über die Umwelt zugesprochen wird. Bei verstandener
Gedankenmagie, handelt es sich keineswegs um Täuschung, dies zeigt uns die These
der Kraft durch positive Gedanken, sehr deutlich.
In der praktisch angewandten Magie, stehen natürlich neben den eigenen inneren
Kräften auch die Kräfte der verwendbaren Hilfsmittel in engem Zusammenhang. So
lassen uns zum Beispiel bestimmte Ritualfarben ein vorgesehenes Ziel leichter
erreichen. Bei Räucherungen, sind es die Aromen, welche freigesetzt werden um
uns schneller und effektiver zu einem befriedigenden Abschluss kommen lassen.
Beides, werde ich später auch noch näher erläutern.
Die Magie gibt
uns zwar immer wieder zu verstehen, dass sie durchaus einsetzbar ist, aber das
macht sie auch nicht immer gut und ungefährlich. Sie wird deshalb in zwei
Kriterien eingeteilt, in die weiße, gute und positiv wirkende Magie und in die
schwarze, schädigende und negativ wirkende Magie. Die Meinungen über die
Farbgebung der Magie teilen sich jedoch ebenfalls, denn was zur weißen und zur
schwarzen Magie gehört ist nicht leicht einzuordnen. Doch wie gesagt, hier
scheiden sich die Geister.
Ich vertrete hierbei die Ansicht, dass die weiße Magie im Dienste der kosmischen
Harmonie steht. Schwarze Magie hingegen verletzt diese Harmonie, weil sie zu
Zwecken eingesetzt wird, die nicht diesen Diensten entspricht. Stets ist in
letzterem Fall ein wiederkehrender Effekt zu beobachten, weil die vom magisch
praktizierenden Energien sich nicht dorthin lenken lassen wo sie hin sollen,
sondern meist unwillkürlich auf diesen wieder zurückfallen. Ich halte es aus
diesen Gründen für absolut wichtig, die kosmischen Gesetze und das
Aufeinandereinwirken der Energien, zu verstehen und unbedingt mit dem nötigen
Respekt zu behandeln.
Zur Ausübung magischer Praktiken, gehört aber nun einmal mehr als das
herumfuchteln mit Ritualgegenständen und das stammeln wirrer Zaubersprüche. Es
spielen auch noch einige äußerst wichtige Faktoren eine entscheidende Rolle, um
Magie überhaupt wirkungsstark einzusetzen.
Zum einen ist es der unabdingbare Glauben, an die eigenen inneren Fähigkeiten.
Wer nun glaubt, er hätte überhaupt keine inneren Fähigkeiten, der irrt in
diesem Falle ganz gewaltig, denn jeder Mensch besitzt von vorneherein
ausreichend Begabungen um „magisch“ zu Wirken. Oftmals sind nur diese
innewohnenden Fähigkeiten im Laufe des Lebens in den Hintergrund getreten, was
heißt, dass sie zunächst einmal erweckt werden müssen. Aber dazu komme ich
später noch eingehend.
Wie einem jeden von uns bekannt sein dürfte, trotzt unser gesunder
Menschenverstand, Dinge anzuerkennen und zu verarbeiten, die den Gesetzen der
Wissenschaft nicht entsprechen. Ob es nun telepatische Veranlagungen sind,
hellsichtig sein, mit Elementarwesen zu kommunizieren und verschiedene andere
Phänomene. All diese Dinge, die noch nicht hundertprozentig und eindeutig
wissenschaftlich anerkannt sind, werden stets äußerst misstrauisch angesehen, ja
sogar als Hokuspokus abgetan und leider oftmals auch belächelt. Man kann nun
einmal geistige Dinge und Geschehnisse nicht materiell beweisen.
Ich möchte hiermit keinen blinden Glauben preisen, doch betonen, dass wir nichts mit Erfolg unternehmen können wenn wir uns unserer Arbeit und unserer selbst nicht sicher sind. Wir dürfen nicht mit halbem Herz praktizieren, der Glaube an uns und unsere Fähigkeiten muss sich in uns festigen, damit wir auch anerkennen und verstehen können, was sich uns offenbart. Die Überzeugung unseres Handelns, ist deshalb auch Abhängig von unserem Erfolg.
Glauben heißt aber auch Bewusstmachung. Wir müssen unserem Bewusstsein begreiflich machen, dass bestimmte Ereignisse und Situationen tatsächlich eintreffen, so wie wir es uns mittels Meditation und Visualisation vorstellen und auch, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die mit dem normalen Bewusstsein nicht nachzuvollziehen sind. Nur so lassen sich unsere Ziele letztendlich Manifestieren. Die oftmals belächelten Kräfte des Glaubens, bilden durchaus neben den Kräften der Visualisation das Fundament einer jeden spirituell - magischen Handlung.
Ein weiterer nicht unwichtiger Faktor ist der unbeirrbare Wille, das Ziel zu erreichen. Wer nicht mit eisernem Willen bei der Sache ist, dem rate ich sich doch besser anderen Dingen zuzuwenden, als dem Gebiet der praktisch angewandten Magie.