© Anne Sieger Auszug Kolumne aus der Zeitschrift Sternenwelt 04 • Seelenflüge
Heute
möchte ich Ihnen ein, in esoterischen Kreisen, sehr beliebtes Thema vorstellen:
Das Astralreisen. Viele von Ihnen haben sicher schon einmal davon gehört oder
gelesen, doch jenen, welches dieses Thema noch unbekannt ist, möchte ich hier
die Gelegenheit geben, sich ein Bild machen zu können, was mit den Begriffen
Astralreisen, AKE, (Außerkörperlichkeit) oder OBE (out of body expirience=
ausserkörperliche Erfahrung) gemeint ist.
Vielleicht gehören auch gerade Sie zu den Menschen, welche hin und wieder
Astralreisen erleben und wissen nicht was mit Ihnen geschieht. Oftmals höre ich
Sätze wie: „Mir ist etwas seltsames passiert letzte Nacht, als ob mich jemand
hochhebt,“ oder „Ich erlebte tatsächlich wie ich über die Hausdächer flog“ und
„Ich hatte das Gefühl Scheintot zu sein“. Manche Erlebnisse erfahren einige
Menschen als wunderschön, andere jedoch reagieren verstört, ängstlich und
beunruhigt, aufgrund der realistischen Erlebensweise. Wenn auch Sie sich in diesen Worten wieder finden, dann wird Sie dieses
Kapitel ganz gewiss sehr interessieren und auch sehr beruhigen. Doch nicht nur
wenn Sie das Phänomen der körperlichen Abspaltung am eigenen Leib erfahren
haben, oder erfahren möchten, dürfte das Thema für Sie nicht uninteressant sein,
sondern auch, wenn Sie Zweifel an einem Weiterleben nach dem Tod hegen.
Was sind nun Astralreisen? Gemeint ist damit, den physischen Körper zu verlassen, um sich einem Geistwesen ähnlich im Zimmer oder zu anderen Orten zu bewegen, oder auch um in Astrale Sphären zu reisen. Die Astralsphäre ist eine Welt, welche jeglichen Gesetzen unserer physikalischen Welt wiederspricht. Für uns sterbliche nicht im normalem Bewusstsein erkennbar, und doch parallel verlaufend unserer hiesigen Welt. So sind sich auch zum Beispiel die Parapsychologen auf der ganzen Welt einig, dass sich aus unserem psychischen Körper ein weiterer feinstofflicher Körper lösen kann, der in bestimmten Fällen als wabernde, schwebende Lichtgestalt, wahrgenommen werden kann. Diese bestimmten Fälle beinhalten das Geschehnis, welches sich abspielt, wenn Astralkörper in unserer physischen Welt von anderen optisch erfasst werden. Ob Sie nun von Begriffen wie Ätherkörper, Astralleib, oder Traumkörper hören oder lesen, gemeint ist in allen Fällen das gleiche. Ich persönlich, wenngleich sich auch die Meinungen darüber zerstreuen, verwende für mich selbst auch gern den Begriff »Seele«. Wie Sie sicher auch bereits am Titel dieses Kapitels bemerkt haben. Das Herauslösen des Astralkörpers aus dem physischen Körper, wird meist von intensiven Empfindungen begleitet, welche als leichtes Schwindelgefühl, Gefühlen des »Hochhebens«, Druck oder ein intensives Rauschen oder Pfeifen im Ohr empfunden werden kann. Somit wird diese Phase bei unerfahrenen Personen im allgemeinen als etwas unangenehm geschildert. Man kann in diesen Momenten schwebende und hin und herschwingende Gefühle wahrnehmen, weil der Astralkörper in meist schwingenden, schwebenden oder auch oftmals rotierenden Bewegungen ist. Begleitet wird dieser Zustand meist auch von einem Gefühl der Körperlichen Starre. Diese Starre ist der Moment, in dem alle Muskeln des physischen Körpers völlig entspannt sind. Man kommt sich dann »steif« oder »starr« vor, weil es in dieser Situation fast unmöglich ist, den Körper so schnell wieder zu bewegen. Die Bewegungsfähigkeit ist dann bereits außerhalb des physischen Körpers. Sie ist dann schon auf den Astralkörper übergegangen. Daher ist es oftmals unmöglich, den physischen Körper überhaupt zu bewegen.
Sämtliche Sinne gleiten erst bei vollkommener Abspaltung in den Astralkörper über. Das heißt, Bewegungsfähigkeit und Wahrnehmungen, können dann ausschließlich über den Astralkörper wahrgenommen, bzw. gesteuert werden. Der physische Körper stellt jede Wahrnehmung ein. Er schläft einen tiefen Schlaf.
Verkrampfungen und ein »dagegenstellen« während dieser Lösungsphase, können den Astralkörper zwar wieder zurück in den physischen Körper befördern, doch oftmals verstärken sich auch die oben genannten Symptome, welches auch die damit verbundenen Ängste steigert. Ein einfaches »rollen« mit den Augäpfeln, oder ein tiefes Luftholen, kann den Lösungsprozess stoppen, doch innerliche Ängste zögern dieses meist wieder hinaus. Ich möchte hier noch einmal ganz bewusst betonen, dass man absolut keine Ängste haben muss, denn sowohl die Loslösungsphase, als auch die Außerkörperlichkeit selbst, sind durch eigene Gedankenkraft zu stoppen. Ein einfaches »an den Körper denken« lässt uns wieder in diesen zurückkehren.
Lässt man nun dem Drang seines Astralkörpers und dem Sog nach, legen die Symptome sich recht bald und man erlebt ein »gleiten« auf recht angenehme Weise.
Ist der Astralkörper schließlich außerhalb des physischen Körpers und kurz darauf am Zielort angelangt, welches meist innerhalb von wenigen Sekunden geschieht, stellt sich das Gefühl des Schwebens sofort wieder ein und auch die anfängliche Angst lässt nach. Man ist dann sehr mit der Wahrnehmung und Erfassung dieses neuen Bewusstseins und der Umgebung beschäftigt, denn wenn man nicht im eigenen Zimmer bleibt, sondern in die fremden Astralebenen gelangt, die nicht mehr zu der uns bekannten Welt gezählt werden können, ist der neue Eindruck und die Neugier meist sehr groß.
Man erkennt später auch, dass sich die Ängste rein geistig abspielen und auf die Astralebene mit übertragen wird. Was zur Folge hat, dass auch Erlebnisse und auch Handlungen durch unsere Emotionen gesteuert werden können.
Haben sich die Befürchtungen jedoch erst einmal voll und ganz gelegt, wird man feststellen, dass uns mit unserer emotionalen Ruhe auch harmonische und ruhige Szenerien und Wesenheiten der Astralebenen begegnen.
Wir werden wesentlich ruhigere Handlungen registrieren können, unsere Bewegungen sind weniger hektisch und lassen unseren Mentalkörper nicht ziellos wie eine Seifenblase durch den Raum schweben.
Ich möchte an dieser Stelle nicht auslassen zu erwähnen, dass man in den Astralen Welten Erlebnisse haben kann, welche auch weniger harmonisch sein können.
Man kann zum Beispiel mit Geschehnissen aus längst vergangener Zeit konfrontiert werden und sich auch seinen unbewussten Ängsten gegenüber sehen. Hier bietet sich uns die Gelegenheit, Dinge zu bereinigen oder zu klären, welche uns belasten.
Sie müssen also demzufolge bei Astralen »Reisen« auf vieles gefasst sein.
Ich möchte mit meiner Darstellung aber nun keineswegs den Anschein entstehen lassen, dass eine Astralreise wirklich gefährlich werden kann. Doch möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass die Astralebenen kein Bereich für leichtsinnige, psychisch labile oder sensible Menschen sind.
Einiges möchte ich noch über die Art des Austretens und der Rückkehr anbringen.
Im Normalfall, verlässt der Mentalkörper den physischen Körper in waagerechter Lage nach oben und richtet sich dann erst auf. Doch ist eine Abspaltung auch seitwärts und sogar nach hinten über den Kopf möglich.
Der Wiedereintritt in den physischen Körper ist im Gegenteil zur Abspaltung, wesentlich einfacher und weniger lebhaft. Entweder man »denkt« sich in seinen Körper, worauf man sich augenblicklich im selben wiederfindet oder aber man legt sich mit seinem Astralleib auf den ruhenden physischen Körper, insofern man in dem Raum bleibt, in welchem man sich zur Ruhe gelegt hat.
Letzteres wird begleitet von einem leichten Sog des physischen Körpers auf den Astralkörper. Der Astralkörper wird, bei Berührung mit dem physischen Körper, von diesem magnetisch angezogen und »fällt« gewissermaßen in den physischen Körper wieder hinein.
Ich selbst
erlebte die Anfänge der Astralreisen folgendermaßen:
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich Zeitweise jeden Abend in
der Einschlafphase das Gefühl hatte durch ein »buntes Muster« gezogen zu werden
Zunächst begannen unwillkürliche buntflimmernde Muster vor meinen Augen zu
tanzen. Sobald diese Phase einsetzte, war ich weder in der Lage die Augen zu
öffnen, noch meinen Körper zu bewegen. Meine gesamte Bewegungsfähigkeit
versagte, und ich fühlte mich zunächst „gefangen“ in meinem Körper. Die bereits
erwähnte »Starre« setzte ein.
Begleitet wurden diese Ereignisse in diesen Phasen meist von den bereits beschriebenen unangenehmen Geräuschen, wie eindringliches Pfeifen vermischt mit dröhnendem Brummen und Rauschen. In diesen Momenten gelangte ich dann in eine Art Sog, der mich unweigerlich erfasste, hochhob wieder senkte erneut hob und schließlich durch dieses Muster sog. Ich versuchte immer mich krampfhaft am Bett festzuhalten, doch aufgrund der Starre reagierte mein Körper nicht und schließlich war der Sog derart stark, dass er mich schließlich in dieses tanzende Muster hineinzog bis ich mich außerhalb meines physischen Körpers irgendwo in einer mir unbekannten Gegend wiederfand. Was sich genau ereignete, vermochte ich damals noch nicht einzuordnen. Ich hatte eine schreckliche Angst, nicht nur, sobald die »Muster« anfingen zu tanzen, sondern zunächst auch wenn ich außerhalb meines Körpers war und »umherflog«. Die Angst verlagerte sich später allerdings ausschließlich auf die Phasen des Anfangsstadiums, nämlich der Beginn der Austritte. Diese »Reisen« ereigneten sich in unbestimmten Perioden fast jede Nacht.
Es gibt zwei Arten von Astralreisen, zum einen die bewusste und zum anderen die unbewusste. Bewusst Astralreisen kann mit Übung und Geduld erlernt werden. Dieses Kapitel werde ich jedoch in der nächsten Ausgabe der STERNENWELT erläutern. Unbewusste Astralreisen, ereignen sich unwillkürlich in der Nacht während des Schlafs.
Warum das Thema Außerkörperlichkeit in esoterischen Kreisen zu einem der wichtigsten Themen gehört, hat für jeden Astralreisenden unterschiedliche Bedeutung. Hauptsächlich ist es die Neugier auf unbekannte Welten in welchen man die unterschiedlichsten und merkwürdigsten Erlebnisse haben kann. Für manche ist es ein überwinden der Angst vor dem Sterben oder dem Tod und für wieder einige dient es als Problemhilfe für Ereignisse, welche bis weit in unsere Vergangenheit reichen, sich in unserem Unterbewusstsein gefestigt haben und uns eventuell mit Ängsten belasten, wie z.B. Phobien.
Ich möchte an dieser Stelle auch nicht auslassen zu erwähnen, dass man sich dem Bereich des Astralreisens mit bedacht nähern sollte. Diesem Gebiet, sollte man unbedingt den nötigen Respekt entgegenbringen, denn unbekannte Erfahrungen und Eindrücke sollten auch emotional zu verarbeiten sein.
Es kann, wie bereits erwähnt vorkommen, dass astrales Körperverlassen unwillkürlich und unbewusst eintritt, doch wehren sich die meisten dagegen, weil das Löslösen des Astralkörpers oftmals mit einigen Begleiterscheinungen zusammenhängt. Zum einen die schon beschriebenen Empfindungen wie leichter Schwindel, Ohrengeräusche und die körperliche Starre, die das Gefangensein im eigenen Körper schließen lässt. Schließlich Herzrasen und Ängste, die sich bis zu Todesängsten steigern können. Meist wird dieser Zustand mit dem Sterben und dem Zustand vom Scheintod in Verbindung gebracht.
Manche schaffen es sich aus eigenen Kräften aus diesem Zustand heraus »aufzuwecken« und den Vorgang zu beenden und suchen möglichst am folgenden Morgen einen Arzt auf, denn durch Unwissenheit und der Verbreitung von Horrorvisionen durch Medien, festigt sich eine solche Todesvorstellung derart, dass manche Menschen schon in den Vorboten einer körperlichen Abspaltung das nahende Ende sehen.
Einigen mag dieses »gewollte aufwachen« nicht gelingen und finden sich schließlich außerhalb ihres Körpers wieder. Dieses erzeugt schließlich wiederum einen nicht unbeträchtlichen Schreckmoment, da viele nicht wissen was mit ihnen geschieht und die meist nächtlichen Erlebnisse werden für sie zu einem wahren Trauma.
Immer wieder versuche ich »betroffene« über dieses Phänomen aufzuklären. Hat man jedoch erst einmal verstanden was sich ereignet, was mit einem geschieht und wie man sich verhalten sollte, sind Astrale Reisen ein Erlebnis, deren Vorstellungen kaum in Worte zu fassen sind.
Astralreisen machen uns bewusst, dass das menschliche Bewusstsein außerhalb des irdischen Körpers existieren kann und dementsprechend nicht an diesen gebunden ist. Das Bewusstsein, welches den Tod überlebt, kann aber auch leider von keinem technischen Messgerät erfasst werden und lässt die Wissenschaft zu der Meinung kommen, dass nach dem Ableben eines Menschen, dieses Phänomen aufgehoben ist und mitsamt dem Körper verfällt. Doch nun stellt sich die Frage: Kann etwas verfallen, was nicht aus fester Materie besteht?
Ich möchte Ihnen anhand diesen Informationen nun Ihrer Furcht zumindest einen kleinen Schritt beikommen, das gilt auch für diejenigen, die unbewusste Astralreisen erleben und für die ein solches Erlebnis jedes Mal zum Alptraum wird.
