
© Anne Sieger Auszug Kolumne aus der Zeitschrift Sternenwelt 04 • Seelenflüge
Die nachfolgend beschriebene Übung zur Loslösung des astralen Körpers von unserem physischen Körper, beruhen sich auf individuelle Erfahrungen und müssen in die eigene Verantwortlichkeit gestellt werden. Sie sollten auch nicht als einzigartiges Patentrezept verstanden werden. Ich möchte noch einmal betonen, dass eigenes Erleben und Erfahren in den Vordergrund zu stellen ist.
Die Fähigkeit zum bewussten außerkörperlichen Erleben wird nach wie vor nur durch beständigen Willen und fortwährende Übungen erreicht. Auch wenn Sie die ersten Erfolge verbucht haben, werden Sie feststellen dass die neu erworbene Fähigkeit keineswegs in einem fortbesteht. Sie werden zwischenzeitlich immer einmal wieder einige Zeit des »nicht Loslösen können« erfahren, in denen auch bei größter Anstrengung eine Trennung des Astralkörpers nicht möglich sein wird. Andere male, werden Sie ohne Schwierigkeiten hinausgleiten können ohne vorherige Entspannung.
Wie Sie sich aneignen können durch bewusste und aufmerksame Übungen den Astralkörper vom physischen Körper zu trennen und sich somit überall aufzuhalten, wo auch immer Sie sein wollen und sein sollen, sei Ihnen nun erläutert.
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Voraussetzung, ist ein abschließbares Zimmer, welches Ruhe und Harmonie darbietet. Störende Geräusche und zu niedrige Temperatur, können den Erfolg der Übung beeinträchtigen.
Ziel
dieser Übung ist es nun, Ihr Bewusstsein auszusenden, an einen beliebigen Ort.
Der Einfachheit halber sollen Sie die erste »Aussendung« Ihres Bewusstseins auf
das Zimmer richten in dem Sie sich aufhalten.
Legen Sie sich dazu am besten gerade auf den Rücken und strecken Sie Ihren
Körper ein wenig aus. Sie sollten sich in einer vollkommen waagerechten Haltung
befinden.
Wer Bandscheibenprobleme hat, dürfte hier Schwierigkeiten haben und kann sich ein zusammengerolltes Handtuch unter die Knie schieben. Ihre Arme sollten fest neben dem Körper, mit den Handflächen auf der Unterlage ruhen. Strecken Sie sich ruhig ein wenig aus und finden eine für sich bequeme Haltung.
Nachdem Sie eine bequeme Haltung gefunden haben, widmen Sie sich zunächst einer ruhigen Atmung. Atmen Sie dabei im Rhythmus 4 - 5. Zählen Sie beim Einatmen bis 4 und beim Ausatmen bis 5. Versuchen Sie diesen Rhythmus einige Minuten zu halten, er wird sich nach ein paar Minuten wie von selbst einstellen.
Haben Sie
schließlich diesen Atemrhythmus als natürlich angenommen, so richten Sie Ihre
Konzentration nun auf Ihre einzelnen Gliedmaßen.
Zunächst auf Ihr rechtes Bein. Lassen Sie dieses nun vollkommen erschlaffen,
indem Sie sich selbst Bewusst macht, dass dieses Bein schwer wie Blei wird. Mit
jedem Ausatmen legt sich eine größere bleierne Schwere auf dieses Bein.
Sie werden nach kurzer Zeit feststellen, dass der Druck auf Ihrer Unterlage tatsächlich immer fester wird. Denken Sie dabei folgende Affirmation: »Mein rechtes Bein ist schwer, es wird immer schwerer, schwer wie Blei, und immer schwerer.« Wiederholen Sie diese gedachte Suggestion so oft, bis Sie das Gefühl haben, dass Sie Ihr Bein mit einer unendlichen Schwere beladen haben. Tritt das Empfinden auf, dass Sie Ihr Bein nicht mehr zu spüren glauben, ist Ihnen diese Suggestion besonders gut gelungen. Richten Sie anschließend Ihre Aufmerksamkeit auf Ihr linkes Bein und wiederholen die zugvorige Suggestion auch dort.
Auch beim linken Bein muss der zunehmende Druck auf die Unterlage deutlich spürbar sein. Nachdem Sie nun auch das andere Bein mit dieser maximalen Schwere beladen haben, widmen Sie sich zunächst Ihrem rechten Arm, dann den Linken, schließlich den Leib und den Kopf. Geben Sie die Suggestionen überall gleich ein. Dabei soll vor allem auch am und im Kopf diese nach unten drückende Schwere empfunden werden.
In diesem Zustand der Schwere, verweilen Sie nun einige Atemzüge lang in vollkommener Entspannung. Richten Sie dabei Ihre Aufmerksamkeit nun nicht mehr Körperteile, sondern auf Ihren Körper, als ein ganzes.
Suggerieren Sie sich dabei nun folgendes: »Ich bin schwer, unendlich schwer, so schwer wie Blei.« Wiederholen Sie diesen Satz, bis Sie das Gefühl haben, durch Ihre Ruhestatt hindurch und weiter nach unten durch den Fußboden zu sinken. Fügen Sie schließlich in die Suggestion noch Müdigkeit mit ein. Indem Sie folgendes suggerieren: »Ich bin müde, ich möchte schlafen, ich bin sehr müde.«
Ihr Körper befindet sich schließlich in einem Zustand der unendlichen Schwere und Müdigkeit, lassen Sie nun alle Suggestionen aus und verlangsamen Sie Ihren Atemrhythmus noch ein klein wenig. In dieser Position lassen Sie sich nun treiben, lassen Sie sich fallen und seien Sie vollkommen gelöst.
Es wird sich schon bald eine Phase einstellen, in welcher Sie das Gefühl bekommen, dass sich eine Art Schwerelosigkeit einstellt. Sie werden glauben zu schweben und die Unterlage, auf der Sie liegen, nicht mehr spüren.
Lassen Sie sich treiben, wohin immer Sie auch gelangen werden.
Richten Sie schließlich Ihr Bewusstsein auf einen Punkt außerhalb Ihres Körpers. Vielleicht konzentrieren Sie sich auf einen Stuhl im Zimmer, auf ein Bild an der Wand, und versuchen Sie diese Konzentration einige Minuten zu halten. Diese Phase kann sehr anstrengend sein, versuchen Sie es dennoch weiter.
Es kann vorkommen, dass Sie nicht einzuordnende Geräusche wahrnehmen, Stimmen, oder auch Musik.
Auch kann
es sein, dass sich nun ein »geistiges sehen« vor Ihrem inneren Auge einstellt
und Sie beginnen Landschaften, unbekannte Zonen und Wesenheiten zu sehen. In
diesen Momenten haben Sie die Schwelle zu den Astralen Ebene erreicht Wenn
dieser Zustand eingetreten ist. Ist dies eingetreten, so versuchen Sie Ihre Arme
nach oben zu strecken. Sie können jetzt Ihren Astralkörper und Ihren physischen
Körper spüren. Wenn sich beim Ausstrecken der Arme ein Gefühl einstellt, dass
Sie Ihre Arme zwar heben, aber Ihre Unterlage dennoch an Ihren Händen spüren,
ist dies ein Anzeichen dafür, dass Sie nun mit Ihrem Astralkörper »Reisen«
können. Die Lösungsphase hat eingesetzt und Sie können nun aus Ihrem psychischen
Körper heraustreten. Versuchen Sie nun Ihr Bewusstsein in Ihren Astralkörper zu
führen und aufzustehen, wobei Ihr fester Wille dazu vorhanden sein muss.
Noch einige Worte zum Schluss dieses Kapitels
Wenn Sie sich zunächst im Zimmer aufhalten wollen, was bei den ersten Versuchen auch sehr empfehlenswert ist, sollten Sie während Ihrer Abspaltungsphase, daran festhalten, sich unbedingt auf Gegenstände in diesem Zimmer zu konzentrieren.
Wer die Abspaltung abgeschlossen hat, wird sofort im Anschluss feststellen, dass alle Wahrnehmungen des physischen Körpers, auf den Astralkörper übergegangen sind.
Die ersten Schritte mittels Astralkörper, gestalten sich in der Regel meist noch etwas schwierig und nicht selten Chaotisch. Sie werden zu Beginn, diesen Zustand noch nicht ganz unter Kontrolle haben und zunächst ein wenig Ziellos umherschweben. Allzu hektische Bewegungen, werden Sie schlimmstenfalls einige Meter wegschweben lassen. Der Zustand ist vollkommene Schwerelosigkeit und nur durch Ihre eigene Gedankenkraft bewegen Sie sich von einer Stelle zur nächsten. Machen Sie sich Bewusst, dass Sie sich »Aufrecht« fortbewegen wollen, dann wird dieses auch so eintreffen.
Es kann vorkommen, nein es wird sicher vorkommen, dass Sie gegen Zimmerdecken und Tischkanten stoßen, doch bitte hierbei keine Angst haben, das tut keinesfalls weh. Versuchen Sie sich klarzumachen, dass uns in der weltlichen Ebene Mauern und Gegenstände aus fester Materie Grenzen setzen, die für uns undurchdringlich sind, nicht aber in der Astralen Ebene. Laufen wir in der weltlichen Ebene gegen einen Türpfosten, bekommen wir ziemlich deutlich zu spüren, dass er und wir aus fester Materie bestehen. Wir sind jedoch in der Astralebene befähigt, durch Türen, Wände und Gegenstände hindurchzugleiten. Unser Astralkörper ist nicht materiell und bietet demzufolge auch keinen Wiederstand.
Das »Sehen« in diesem Zustand ist bei einigen Menschen nicht besonders gut ausgeprägt. Es kann also vorkommen, dass Sie zunächst alles um sich herum etwas dunkel erfahren. Hierbei sollten Sie jedoch Ihre Sehkraft unmittelbar auf einen Gegenstand richten und Sie werden feststellen, dass sich mit der Zeit die Sehkraft auch im Astralkörper verstärkt. Zunächst wird der angeschaute Gegenstand wie von einem inneren Licht »bestrahlt«. Nach und nach stellt sich diese Sehfähigkeit auch auf Ihre Umgebung ein und schließlich werden Sie auch Ihr weiteres Umfeld voll und ganz erfassen können. Sie werdet mit erfahren, wie intensiv die Farben und wie klar und kräftig Ihnen Formen und Gegenstände entgegenleuchten.
Wenn Sie sich in Bekannte Gefilde begeben, das kann wie bereits erwähnt, das Zimmer oder der Garten sein, dann kann es vorkommen, dass Ihre optischen Wahrnehmungen einigem Trug oder Täuschungen unterlegen sind. So kam es beispielsweise einmal vor, dass ich während einer meiner »Reisen« in den Garten meiner Eltern gelangte und Äpfel an den Bäumen wahrnahm. Ich habe mir aber nicht bewusst gemacht, welche Jahreszeit momentan herrscht und nach meiner Rückkehr in den Körper feststellen musste, dass ich einem Trug unterlegen war, denn es war Januar.
Das Unterbewusstsein spielt hierbei eine wichtige Rolle. Freilich habe ich irgendwann mehrfach die Äpfel am Baum hängen sehen. Der Anblick dieses Bildes hat sich in mir stark eingeprägt, dass mein Unterbewusstsein es auch in meine Astrale optische Wahrnehmung übernommen hat. Ein anderes mal, vernahm ich ein Bild an der Wand, welches schon seit einiger Zeit nicht mehr an diesem Platz hing. Die Täuschung fiel mir auf und ich machte mir bewusst, dass dort ein anderes Bild hängen müsste. Augenblicklich änderte sich dieses Bild, in das »richtige«, welches auch im »tatsächlichen« dort diesen Platz einnimmt. Später, kam ich dahinter, dass wiederum durch Bewusstmachung der tatsächlichen Situation, eine solche Täuschung verhindert oder rückgängig gemacht werden kann. Es kann sogar vorkommen, dass Sie sich inmitten einer Szenerie wiederfinden, die sich gerade irgendwo abspielt, oder längst abgespielt hat. Ich durfte in den Jahren meiner »Reisen« die Erfahrung machen, dass Raum und Zeit in Astralen ebenen absolut überwindbar sind.
Gelangen Sie an weltlich - existierende Orte und treffen auf Menschen, kann es vorkommen, dass diese Sie nicht wahrnehmen, denn nur durch sehr große Anstrengung, Konzentration und Willenskraft, ist es möglich den Astralen Leib in der derart zu manifestieren, dass man auch Optisch und Akustisch wahrgenommen wird.
Bewegen Sie sich auf astralen und nicht weltlichen Gefilden, werden Sie von Wesenheiten wahrgenommen. Sie werden feststellen, dass diese Wesenheiten von unterschiedlichem Wert und Verstand sind. Genau so, wie es Menschen gibt, denen schon auf irdischem Gebiet Geist und Verstand fehlt, gibt es auch Astralwesen, welche ziel- und planlos umherirren. Diese Wesenheiten befinden sich meist in Ebenen der niederen Klasse. Das höchste Gebot Ihrer Reisen, sollte Ihnen sein, dass Sie stets Freundlich zu denen seid, denen Sie, oder die Ihnen begegnen.
