Der Stoff aus dem die Träume sind

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Was nutzt dir die Bedeutung einzelner Symbole wenn sie für jeden Menschen unterschiedliche Botschaften bringen?

 Anhand deiner Traumbeschreibung, stelle ich dir umfangreiche und effektive Traumdeutungen.
 

Teil 1  Einführung
Teil 2 •  Traumtagebuch
Teil 3 
Arbeit mit Traumsymbolen

 

TEIL 1  Einführung

Das nächtliche Traumerleben, welches sich durch unseren Schlaf zieht, ist seit Menschen Gedenken eines der wundervollsten Begebenheiten, wie sich unser Unterbewusstsein bemerkbar macht, indem es Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen speichert und bis zu viele Jahrzehnte bewahren kann. Unsere Träume entspringen aus dem Unterbewusstsein, können uns Botschaften, Hinweise und sogar Warnungen auf bevorstehende Ereignisse geben. Wenn wir nun lernen, mit unseren Träumen zu arbeiten, indem wir sie in unserer Erinnerung behalten und richtig zu deuten verstehen, sind sie uns großartige Helfer in fast allen Bereichen des Lebens. Wie Sie lernen können, sich an ihre nächtlichen Traumerlebnisse zu erinnern und anhand der einzelnen Symbole, die Botschaften ihrer Träume zu entschlüsseln, sei im weiteren Verlauf dieser Serie erklärt.


Das Träumen gehört zu unserem Leben wie das Essen, Trinken oder Atmen. Wir träumen auf unterschiedlichste Weise. So machen uns manche Träume derart  Angst, dass wir deswegen aufwachen und uns danach sogar vor dem Wiedereinschlafen fürchten. Haben wir in der Nacht einen besonders Lebhaften und intensiven Traum erlebt, so fällt es uns oftmals schwer, uns gedanklich von diesem Traumgeschehen zu lösen. Manche Träume dagegen, scheinen uns derart suspekt, dass es uns wiederstrebt, uns genauer mit ihnen zu befassen. Mitunter möchten wir am Morgen spontan von unseren Träumen erzählen und uns gemeinsam mit der Familie oder Bekannten über das Geträumte wundern oder amüsieren und so manches mal, schütteln wir den Kopf, vor Unverständnis darüber, wie »eigenartig« wir träumen können.
Doch auch die wirrsten und kuriosesten Träume haben etwas für uns, was wir für unser Leben nutzen können; nämlich Botschaften aus der Tiefe unserer Seele.

Träume sind so alt wie die Menschheit. Der Unterschied von Träumen aus vergangenen Zeiten und den heutigen Träumen besteht lediglich darin, dass die Menschen damals wohl kaum von Autos, Hochhäusern und Eisenbahnen träumten. Zu damaligen Zeiten, vermutete man, dass die Träume, Botschaften der Götter seien und man ließ in der Regel von den alten und weisen eines jeden Dorfes, seine Träume deuten. Damals, wurden sie größtenteils zur Zukunftsdeutung genutzt.
Der Wiener Neurologe und Traumforscher Prof. Dr. Sigmund Freud (1856–1939), ergründete schließlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die analytische Deutung der Träume und gab somit der Traumdeutung völlig neue Einsichten und Erkenntnisse über unser Unterbewusstsein. Er erkannte zunächst, dass viele seiner Patienten an Krankheiten litten, für die keine erkennbaren organische Unsachen gefunden werden konnte. Stets äußerten sich in diesen Fällen unterschiedliche Symptome, wie zum Beispiel Hautausschlag, übermäßige Schweißbildung, Allergien, Rücken- und Gelenkprobleme und dergleichen. Er gelangte somit zu der Theorie, dass diese Krankheiten eine Seelische Ursache haben mussten, da die Beschwerden fast verschwanden, wenn die Patienten über ihre Probleme, Sorgen und Nöte sprachen. So stellte sich diese Besserung meist dann ein, wenn schmerzvolle Erinnerungen und Erlebnisse aus den Erinnerungen hervorgehoben und besprochen wurden.

Er erkannte schließlich auch, dass sich in den Träumen der Patienten die einstigen Erlebnisse symbolisch wiederspiegelten und übernahm sowohl die Traumdeutung als auch die Traumarbeit mit Erfolg in seine psychiatrisch-therapeutische Behandlung. Somit bewies er der ganzen Welt, dass unser Traumgeschehen in direkter Verbindung mit unserem Seelenleben steht, sofern man sich darauf versteht, die Traumbotschaften als bildhafte Sprache aus den Tiefen des Unterbewusstseins zu erkennen. Er hielt erfolgreich an seiner Theorie fest, dass unser Unterbewusstsein während des Träumens Signale der Seele in Bildern umsetzt, welche in Sprache umgesetzt werden kann und uns somit über etwaige Seelenkrankheiten informiert. So wissen wir heute, dass alle Geschehnisse, die in einem Traum vorkommen, symbolischen Ursprungs sind. Sie stehen für unbewusste und unterbewusste Gedanken oder Erfahrungen.

Freud, löste nach seinen neuen Erkenntnissen, eine Welle der Begeisterung für die psychoanalytische und psychiatrische Forschung aus, die mit der Traumarbeit enorme Erfolge bei der Heilung von seelisch kranken Menschen erzielte.
Aber auch wenn die heutige moderne Wissenschaft immer noch an den Deutungen der Träume und der Arbeit mit ihnen anhand der Traumsymbole zweifeln, so sind doch diejenigen, welche die Traumdeutung und Traumarbeit in ihren Praxen einsetzen, mit beträchtlichen Erfolgen gekrönt und haben gegenüber den Skeptikern unter ihnen stets die Nase um Ellenlängen vorn.

Wenn Sie nun, zu den Menschen gehören, die von sich behaupten niemals oder nur ganz selten zu träumen, so lassen Sie sich gesagt sein:

Alle Menschen träumen und das sogar drei bis viermal pro Nacht insgesamt ca. 2 Stunden lang, auch wenn Sie sich vielleicht nicht daran erinnern können. Eine Statistik ergab, dass  ein Mensch im Alter von etwa 70 Jahren in seinem Leben bis zu 100.000 Träume erlebt. Die Träume treten zu bestimmten Schlafphasen auf, welche man  REM - Phasen (Rapid Eye Movement - zu deutsch: schnelle Augenbewegungen) nennt.
Wer sich nun an seine Träume, seien es nun positive oder auch negative erinnern kann, möchte auch gern wissen, was sie bedeuten könnten. Bei manchen Träumen fällt eine Deutung relativ leicht, wenn sie die Folge konkreter Erlebnisse sind und man sie demzufolge auch eindeutig bestimmten Geschehnissen aus dem Alltagserleben zuordnen kann. Bei einigen Träumen, ist es wiederum schwieriger, denn sie stellen sich oftmals symbolisch dar und ergeben bei erster Sichtweise recht wenig Sinn. Die Schwierigkeit  jedoch besteht darin, diese Beziehungen zu deuten, die zwischen den geträumten Ereignissen und den Ursachen, die uns gerade diese Ereignisse träumen lassen, bestehen. Ein Gegenstand oder ein bestimmtes Verhalten in einem Traum stehen für ein Symbol eines vorherigen Gedanken, eines Erlebnisses oder aber für ein Unterbewusstes Zeichen, oder eine Botschaft an uns.

Manchmal spielt uns auch der Traum einen Schabernack, indem er uns Beispielsweise Geräusche aus der Umgebung verstärkt in einen Traum einspielt. Hörempfindungen während des Schlafens, wie sie durch das Rattern eines Motorrades hervorgerufen werden, können im Traum zu Schlachtenlärm oder zu einem Sturm umgedeutet werden.

Hautreizungen, wie Sonnenbrand, oder aber einfache Einflüsse wie Luftzüge, lassen Träume entstehen, in denen wir durchs Wasser waten oder in der Sonne liegen. Manche Menschen leiden unter Geräuschen, die während des Schlafes in ihrem Kopf entstehen. Diese werden im Traum als Donner und Getöse gedeutet.

Viele Träume werden auch unmittelbar von starken unterschwelligen Reizen hervorgerufen, wie es Abneigung, Furcht oder Hoffnung sind. Diese liegen sehr häufig tief in unserem Bewusstsein vergraben, auch wenn wir sie nicht bewusst wahrnehmen. Manches Erlebnis der Kindheit, an das man sich in späteren Jahren nicht mehr so recht erinnern kann, kann noch angstvolle Träume hervorrufen. Dabei werden gewisse Einzelheiten des ursprünglichen Erlebnisses wieder mit im Traum erscheinen.
Wir unterscheiden Träume in verschiedene Gruppen:

1. Mitteilungen aus dem Unbewussten:
Unverarbeitete Eindrücke aus dem Tageserleben (Ängste, Sorgen, Ärger, Aufregungen, ungeklärte Lebenslage, ungestillte Wünsche, heimliche Begierden usw.), ins Unbewusste gesunkene seelische Erschütterungen (Traumas), als Verdrängungen und Komplexe wirkend, liefern das Traumgeschehen. Der Großteil unserer Träume wurzelt hier. Achten auch wir für uns selbst darauf, was der Traum uns sagen will. Doch nicht auf Erlernung abgeschmackter Deutungsregeln kommt es an, jeder muss die Bilderschrift der eigenen Träume kennenlernen, wodurch sich ein weiteres Tor zu unseren Bewusstseinstiefen aufschließt

 2. Leibreizträume:
Irgendein körperlicher Reiz (schlechte Körperlage, äußere Einflüsse, wie Licht, Schall, Temperatur ) ist Verursacher des Traumbildes. Viele Psychologen bestreiten eine solche traumauslösende Reizwirkung; andere hingegen, darunter Mediziner, bejahen sie.

 3. Träume telepathischer und hellsichtiger Natur:
Hin und wieder mag ein Traumbild wirklichkeitsnah oder sinnbildlich Zukünftiges anzeigen. Besonders nach der Arbeit unserer Bewusstseinserweiterung.

 4. Kontakt mit geistigen Wesenheiten:
Zuweilen, drängt sich der Eindruck auf, dass wir im Traum in Beziehungen zu Außerkörperlichen Wesenheiten treten. Das können verstorbene Verwandte, Bekannte aber auch unbekannte sein. Mitunter tauchen Gestalten dämonischen Charakters auf. Letzteres gelten als Traumerlebnisse oft recht wenig erfreulicher Art, wozu demnach auch der Alp gehört. Magische Schutzmaßnahmen erweisen sich dann als unumgänglich. Weitaus seltener zeigen sich im Traum Erscheinungen erhabener Natur.

 5. Luzide Träume:
Wir glauben uns völlig wach, wissen, dass wir träumen und fühlen uns zugleich losgetrennt vom Körper. Wir erleben eine Art Abspaltung, die sich ohne unser Zutun vollzieht.

 6. Mystische Träume:
Diese Träume registrieren das innere Reifen. Sie sind Streckenweiser des mystischen Pfades. Derlei Bildsymbole, deren Bedeutung für jeden Mystiker die gleiche ist, spiegeln Zustände aus den Bereichen des Überbewussten.

 7. Reinkarnationsträume:
In begnadeten Augenblicken tauchen wir in Träumen durch den Schleier der vergessenen Leben hindurch, und wir erleben Ausschnitte einst gelebter Erdentage.

Träume dieser verschiedener Gruppen, können wiederum in verschiedene Kategorien eingestuft werden. So hat man herausgefunden, dass bestimmte Traumarten bei vielen Menschen immer häufiger auftauchen. So unterscheidet man  Angst-, Fall-, Flug-, Wunsch und Tierträume, über welche ich im Laufe dieser Serie noch eingehend berichten werde. Unumgänglich für die Traumarbeit, ist das Führen eines Traumtagebuches, in welche jede noch so kleine Erinnerung des zuvor erlebten Traumes festgehalten werden. Nur so, ist es letztendlich möglich. Mit unseren Träumen zu arbeiten, sie zu verstehen und dieses Verständnis in positivem Sinne für uns nutzbar zu machen.

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TEIL 2 • Das Traumtagebuch

Die Traumdeutung darf keinesfalls als Spiel gesehen werden, sondern ist ein durchaus ernst zu nehmendes Gebiet, mit welchem wir uns bis in die verborgendsten Winkel unserer Seele und unser Unterbewusstes begeben. Sie sollten mit eisernem Willen und auch mit Respekt an ihre Traumarbeit herangehen. Hier heißt es: Lieber langsam und bedächtig, aber dafür mit Erfolg; als mit Riesensätzen und mit Unzufriedenstellenden Ergebnissen.
Die Traumarbeit  und die Traumdeutung, wird immer populärer; und das zu Recht. Wer sich intensiv mit dem nächtlichen Traumgeschehen befasst und die Symboldeutung versteht, hat eine neue Sprache erlernt; die Sprache des eigenen Unterbewusstseins. Wir können anhand der Traumdeutung die Sprache unserer Seele entschlüsseln, welche uns immer wieder Hilfreiche Informationen zuspielt, uns auf Blockaden und Störungen aufmerksam macht, ja  uns sogar auch hin und wieder bevorstehende Ereignisse vorhersagen kann. Machen Sie sich jedoch keine Hoffnung, mit Hilfe der Traumarbeit die Lottozahlen vorher zu sehen. Dies hat es zwar bereits schon mehrfach gegeben, jedoch sollte man sich nicht allzu sehr darauf verlassen.
Mit Hilfe der Traumarbeit lässt sich erstaunlich viel im Leben erreichen. Dennoch wird ihr auch gewisse Grenzen gesetzt. Eine Traumarbeit ersetzt weder eine psychologische Therapie, noch wird sie in der Lage sein bestimmte Persönlichkeitsaspekte oder charakteristische Eigenschaften zu verändern. Doch man hat die Möglichkeit, bestimmte psychische Störungen, Fehlverhalten und Blockaden zu erfassen. Dies alles zu lösen, liegt jedoch an jedem Menschen selbst.
Ich möchte Ihnen hier einmal einige kleine Beispiele aus meiner Praxis einbringen, um Ihnen die Möglichkeiten der Traumarbeit etwas näher zu bringen. So berichtete mir eine junge Dame von ihren Traumgeschehen, welche sich insbesondere nach jeder gescheiterten Beziehung verstärkt wiederholten.
“Immer wieder sehe ich mich mit dem Mann meiner Träume in einem schäbigen Gebäude. Es ist zwar immer ein anderer Mann, aber in diesen Momenten ist er »Mein Traummann«. Wir umarmen und küssen uns und plötzlich stürzt die Decke ein und ich wache schweißgebadet auf“.
Trotz dieser etwas vagen Traumbeschreibung, ist dieser Traum sehr Symbolträchtig und sagt immens viel über diese junge Dame aus. Zum einen hätten wir hier der immer wechselnde Partner, welcher auch im Wachleben für die Wechselhaftigkeit; sowohl in der Partnerwahl als auch gefühlsmäßig bzw. emotional, steht. Das Gebäude, spiegelt Charakter, Hoffnungen und Sorgen der Träumenden wider: Der Zweck des Gebäudes steht oft für das Thema, mit dem sich die Träumende beschäftigt. Anhand dieser Traumbeschreibung ließ sich nun analysieren, dass die Dame in einer recht verzweifelten Situation zu sein schien und weder Hoffnung noch Ziele auf eine gelungene Partnerschaft anstrebte. Insgeheim wusste sie, was ihre Seele quält. Einsamkeit, ständiges Suchen nach Erfüllung und in der momentanen Situation kaum Hoffnung auf eine positive Veränderung ihres Lebensweges. Das schäbige Gebäude, war ein Spiegel ihrer Seelenqualen. Immer wieder, wenn sich die Dame in den Armen eines »Traummannes« wägt, stürzt alles über sie zusammen. Hilfreich war nun für die junge Dame, das Erkennen der eigenen Situation, des Verhaltens und die Arbeit mit Ihren Träumen. Sie musste natürlich an sich arbeiten, aber ihre Träume und insbesondere ihre eigene Traumarbeit, erschlossen ihr den Zugang zu ihrem Unbewussten. Sie sah sich plötzlich mit den Augen anderer, erkannte die Signale ihrer Seele und es wurde ihr somit eine gezielte Arbeit an sich und ihrem Verhaltensmuster ermöglicht.

Träume, können uns aber nicht nur Verhaltensweisen verdeutlichen, welche wir selbst kaum wahrzunehmen scheinen, sie können uns auch auf etwas uns bedrohendes aufmerksam machen. So beschrieb mir ein junger Mann einmal einen Traum, welcher einen sehr wichtigen Hinweis für ihn bereit hielt:

"... es läuft meistens so ab, dass ich von einer Hundemeute an den Rand einer Klippe gejagt werde. Ich sehe herab und da ist nichts, rein gar nichts, es geht ins Unendliche. Dann stehe ich vor der Wahl

a) mich selbst den Hunden ausliefern
b) kämpfen was ziemlich sinnlos wäre
c) runterspringen

Während ich mit der Entscheidung über mein Leben ringe, wache ich schweißgebadet auf. Bis zum bitteren Ende träume ich nie...“

Was dieser Traum, dem jungen Mann sagen wollte, ließ sich nun wie folgt festlegen:

Zum einen musste die Rasse und das Verhalten der Hunde bedacht werden, welche nach späteren Angaben auf recht große und gefährlich ausschauende Hunderassen schließen ließen. Zum anderen musste hier die Gebärdung der Tiere auf »Bedrohung« festgelegt werden. Die Hundemeute die ihn verfolgt hatte, stand also in erster Linie einmal für Gefahr. Nun musste bedacht werden, was die Hundemeute erreichen wollte. Natürlich zunächst einmal vertreiben; vielleicht auch verletzen. Man wollte ihn also abdrängen oder besser gesagt, aus dem "Revier" verjagen. Das Hundegebell steht für Verleumdung und üble Nachrede.
Die Klippe steht für eine Herausforderung oder ein großes Hindernis, welches sich dem jungen Mann in den Weg stellen wird. Dieses Hindernis sollte für Ihn nur sehr schwer überwindbar sein.

Man konnte anhand dieser Festlegungen nun analysieren, dass sich diese Meute auch auf mehrere Personen in seinem Umfeld bezog, die dem jungen Mann Neid und Missgunst entgegen brachten. Ich riet ihm, sich in der kommenden Zeit einmal die Menschen in seinem Umfeld etwas näher zu betrachten und vielleicht auch versuchen, diesen Menschen ins Herz zu schauen. Wie sich später herausstellte, gab es nun tatsächlich im näheren Umfeld des jungen Mannes einige Kollegen, welche ihm seinen zuvorigen beruflichen Aufstieg missgönnten. Man versuchte ihn mit den übelsten Tricks aus seiner Abteilung zu drängen. Der Mann sollte bis vor seinen psychischen Abgrund gedrängt werden. Wobei seine Entscheidung, welche sich ihm auch im Traum mit den Hunden am Abgrund auftat, sich darin äußern sollte, ob er sich nun den Machenschaften seiner Kollegen stellt, oder sich in eine andere Abteilung versetzen lässt oder gar die Firma ganz verlässt.
Anhand der Traumdeutung, konnte der junge Mann jedoch noch rechtzeitig dem Mobbing seiner Kollegen entgegenwirken.
Es gibt in den verschiedenen Traumsymbolen immer einen, oder mehrere Aspekte zur Deutung, jedoch muss unbedingt der komplette Zusammenhang, also das gesamte Traumgeschehen beachtet werden. Hinzu kommen wichtige Hinweise während des Träumens, wie beispielsweise das Empfinden. Die Traumdeutung und die Arbeit mit den Träumen muss als Kunst betrachtet werden, die jedoch jeder Mensch zunächst einmal für sich selbst ergründen muss. Man sollte Stück für Stück zusammensetzen bis sich, ähnlich wie bei einem Puzzle, ein Gesamtbild ergibt.
Nun höre ich immer wieder, dass sich die wenigsten Menschen an ihre Träume erinnern können, doch es gibt verschiedene Methoden in der Traumarbeit, um sich die nächtlichen Geschehnisse auch merken zu können. Ich möchte Ihnen hier einige wichtige Tipps aufführen, wie das Erinnern an Träumen erlernt werden kann.

·     Ihre innere Einstellung zu Ihren Träumen muss stimmen. Nehmen Sie also alle Ihre Träume wichtig, auch wenn Ihnen das Gefühl aufkommt, ein heilloses Durcheinander geträumt zu haben.

·     Lassen Sie Ihre Traumarbeit nicht in Stress ausarten. Lassen Sie sich Zeit mit Ihrer Traumarbeit und setzen Sie sich keine Erinnerungszwänge aus.

·     Machen Sie sich möglichst einige male am Tag und insbesondere am Abend vor dem Zubettgehen bewusst, dass Sie sich an Ihre Träume erinnern wollen. Gehen Sie nicht zu energisch damit um, sondern verfahren Sie eher so, als würden Sie Ihre Gedanken immer einmal ganz sachte an die »Erinnerungen« erinnern.

·     Versuchen Sie, mit den Gedanken an ein Erwachen gleich nach einem Traum, in den Schlaf zu gehen.

·     Wenn Sie sich dafür entscheiden sollten, sich Nachts wecken zu lassen, um dann bereits die ersten Traumergebnisse aufschreiben zu können, ist die Wahl des Weckers entscheidend. Erfahrungsgemäß lassen Radiowecker die Traumerinnerung rasch verschwinden. Wecker mit zunächst sanftem und später energischerem Piepton sind geeigneter.

·     Legen Sie sich Papier und einen Stift neben das Bett und nach Möglichkeit auch eine kleine Taschenlampe, damit Sie nach dem Aufwachen sogleich Ihre Träume aufschreiben, aber kein grelles Licht machen müssen. Auch ein Diktiergerät kann Ihnen gute Dienste leisten, wenn Ihnen das Schreiben schwer fallen sollte.

·     Falls Sie es vorziehen, erst am Morgen nach dem Aufstehen Ihre Träume zu notieren, so sollten sie nicht gleich nach dem Aufwachen aus dem Bett springen, sondern versuchen eine passive Haltung zu bewahren. Hektik und Stress, lassen Ihre Traumerinnerungen verschwinden.

·     Auch wenn Ihnen die Erinnerung nach den ersten Nächten noch ein wenig schwer fällt, geben Sie nicht gleich auf. Sie werden nach einigen Nächten bereits die ersten Erfolge verbuchen können, wenn Sie den Willen an die Traumarbeit, aber auch ein wenig Geduld mit sich selbst aufbringen. Es wird sich in jedem Fall für Sie lohnen.

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Warum sollte man über Träume  Buch führen?
Warum ein Traumtagebuch?
Diese Frage sei rasch erklärt. Ein Traumtagebuch, ist ebenso zu verstehen, wie der Begriff Tagebuch. In Ihr persönliches Traumtagebuch, sollten Sie sowohl ihre Träume, einzelne Traumsymbole und die ungefähre Uhrzeit des Traumes eintragen. Nun wird sich Ihnen sicher die Frage stellen; »Was nutzt mir ein Traumtagebuch, wenn ich mich nicht einmal an meine Träume erinnern kann«?  Auch hier möchte ich Ihnen von vornherein sagen, dass, sofern Sie gewillt sind, die Traumarbeit gewissenhaft durchzuführen, Sie sich schon bald an jedes Traumgeschehen erinnern können, welches Ihnen Nacht für Nacht begegnen wird. Sie werden intensiver Träumen, ja, Sie werden sogar die verschiedenen Traumkategorien »erträumen« können und vielleicht bereits nach einigen Tagen die Faszination der Träume und deren Deutungen kennenlernen. Zum einen wird Ihnen das Aufschreiben Ihrer Träume, ihre eigene Traumarbeit immens erleichtern.
Wenn Sie in der Nacht Ihre Träume notieren, reicht es, zunächst stichworthaltige Notizen zu machen, um anhand dieser am folgenden Tage dann Ihre Eintragungen in Ihr Traumtagebuch zu machen. Geben Sie bei Ihren Beschreibungen auch Ihre Emotionen nach dem Aufwachen mit an. Man fühlt sich oftmals nach bestimmten Träumen etwas unwohl, oder auch überrascht oder heiter. Geben Sie möglichst alles detailgenau mit an, soweit Sie sich erinnern können. Auch die Zeiten des Aufwachens sind wichtig. Gehen sie Ihren Traum in Gedanken noch einmal durch, somit können Sie umgehen, dass Sie eventuell wichtige Traumereignisse oder Einzelheiten während des Aufschreibens vergessen.
Schrauben Sie Ihre Erwartungen insbesondere in den ersten Tagen Ihrer Traumarbeit nicht allzu hoch. Zu Beginn sollten sie nicht gleich nach ganzen Traumromanen Ausschau halten, sondern auch auf einzelne Traumsymbole achten wie z.B. ein Buch, ein Tier, Bäume, Pflanzen, Farben und schließlich Traumhandlungen.
Die Gestaltung Ihres Traumtagebuches bleibt jedem individuell überlassen. Sie können Ihre Einträge sowohl tabellarisch als auch in Form eines Berichtes niederschreiben. Wichtig ist einzig und allein die möglichst detailgenaue Wiedergabe Ihres Traumerlebnisses.
 

Die ersten Schritte in die Traumdeutung
Traumsymbole werden als Bildersprache der Seele gesehen und müssen auch sehr tiefgründig gedeutet werden. Es gilt hierbei sowohl die eigene persönliche Bedeutung zu finden, als auch den tieferen Sinn der Traumsymbole und der Traumhandlungen zu erkennen. Wenn Sie beispielsweise von einem Auto träumen, dürfen sie dieses Symbol nicht als das sehen was es ist, sondern ordnen sie dieses Bild symbolisch ein. Verbinden Sie ihr Gefühl beim betrachten des Traumbildes mit dem Bild selbst. Das Auto hat mit Beweglichkeit zu tun; mit Fortbewegung. Es bringt uns von einem Ort zum anderen. Wir müssen uns jedoch hier auf das Seelenleben konzentrieren. Das Auto steht somit in der Symboldeutung für das weiterkommen auf geistigem und seelischen Gebiet. Ist das Auto mit Gepäck überladen, müssen wir uns verdeutlichen, dass wir eventuell zu viele Lasten mit uns herumtragen. Die Art des Gepäckes, würde uns sagen, ob es uralte Lasten sind, oder Probleme, welche wir erst seit kurzem mit uns herumschleppen. Kommt das Auto in irgendeiner Weise nicht so recht von der Stelle, ist dies als Zeichen, sehr großer Hinderungen zu sehen. Die Lasten scheinen auf dem Lebensweg zu hemmen und zu blockieren.
Versuchen Sie anhand dieses Beispiels Ihre Träume immer als Symbol zu betrachten, welches uns als Spiegel unserer Seele dient. Stellen Sie ihrem Unterbewusstsein Fragen, wie zum Beispiel: „
Warum habe ich das ausgerechnet letzte Nacht geträumt?“ „Was ist am Tag zuvor geschehen?“

Versuchen Sie Ihre Traumsymbole im Alltag zu bearbeiten. Anhand des Beispiels, sollte der Träumende versuchen die Lasten zunächst einmal zu erkennen um sie schließlich Stück um Stück zu verarbeiten um somit die Hinderungen auf seinem Lebensweg zu beseitigen.

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TEIL 3 • Arbeit mit Traumsymbolen

Hallo liebe Leserinnen und Leser der Sternenwelt.
Ich möchte Ihnen in dieser Ausgabe erläutern, wie sich die charakteristischen Eigenschaften und Persönlichkeitsaspekte eines Menschen in Symbolsprachen ausdrücken und wie mit diesen Symbolen zu arbeiten ist.
Doch lassen Sie mich zunächst auf einige Fragen von STERNENWELT Lesern und Leserinnen  eingehen, welche mich in den letzten Wochen erreicht haben So wurde ich mehrfach gefragt, was eine Traumarbeit bewirken und was der Träumende dadurch erreichen kann. Diese Frage ist verhältnismäßig leicht zu beantworten.
Wer sich der intensiven Traumarbeit widmet, wird schon bald feststellen, dass er zunächst auf bestimmte Verhaltensmuster aufmerksam wird. Meist handelt es sich hierbei durchaus um Fehlverhalten, welche sich im Alltag in den Weg stellen können, Hindernisse bilden und auch den Menschen wieder und wieder in bestimmte Situationen drängen. Dabei haben sich diese Verhaltensweisen derart in die Persönlichkeit des Menschen festgesetzt, dass das Verhalten schon als normal eingestuft wird. Es wird nicht erkannt.
Sicher hat sich der ein oder andere unter Ihnen mindestens einmal die Fragen gestellt: »Warum passiert dieses oder jenes immer nur mir?«
»Warum komme ich aus dieser Phase einfach nicht wieder heraus, so sehr ich mich auch bemühe?«
»Ich muss einmal in einem Vorleben ein sehr schlechter Mensch gewesen sein, weil ich in diesem Leben so sehr bestraft werde.«
Wussten Sie, dass es unglaublich vielen Menschen so ergeht? Man sinnt nach, grübelt und scheint der Verzweiflung nahe und nicht zuletzt werden diese immer wiederkehrenden Situationen als karmische Schicksale begründet, welche die Fehler in vorhergegangenen Leben nun in das jetzige Leben übertragen.
Hier möchte ich jedoch energisch einwenden, dass das Verhalten eines Menschen größtenteils bereits in frühester Kindheit geprägt wird! Situationen, Erlebnisse und sogar kürzeste Momente im Leben eines Kindes, können sich tief ins Unterbewusstsein einprägen, sich mitunter ein ganzes Leben lang in Ängsten, Phobien und bestimmten Verhaltenseigenschaften zeigen, welche wir durch unsere Traumbotschaften immer wieder vorgehalten bekommen.
Eine weitere immer wiederkehrende Frage lautete: Wie lange kann es dauern, bis man sich an Träume erinnert, um mit der Traumarbeit beginnen zu können?
Dies unterliegt Ihrer persönlichen Einstellung zur Traumarbeit und Ihrer Erinnerungsfähigkeit. Die Bereitschaft, durch diese Arbeit Hemmschwellen und Blockaden zu lösen, muss natürlich vorhanden sein.
Haben sie Geduld mit sich selbst. Manche Menschen schaffen es, bereits nach einigen Tagen, ihr Erinnerungsvermögen zu fördern, aber auch wenn es vielleicht 2 oder sogar 3  Wochen dauert, lege ich Ihnen ans Herz, nicht einfach die Flinte ins Korn zu werfen. Sie werden sehen, dass sich Ihre Bemühungen als durchaus lohnenswert erweisen und Ihnen immens viele Möglichkeiten, auf Ihrem weiteren Lebensweg eröffnen werden.

Um Ihnen nun die Charakteristik der unterschiedlichen Traumgeschehen etwas verständlich zu machen, greife ich auf einige Beispiele aus meiner Praxis zurück.
Es gibt immer wieder Menschen, die von einem Traumgeschehen ins nächste gleiten, ohne dass die einzelnen Traumhandlungen durch sinnvolle Übergänge voneinander zu trennen sind. Meist sehr junge Menschen, berichten mir von solchen Traumerlebnissen. So spielen sich in einem einzigen Traum, übermäßig verschiedene Traumhandlungen, an ebenso vielen verschiedenen Orten ab.
Ein junger Mann berichtete von einem Traum, in welchem er sich mit Freunden zunächst am Ufer eines Sees befand. Später ging er in den Umkleideraum, und befand sich augenblicklich in einem Linienbus. Als er an der Haltestation aussteigen wollte, betrat er mit dem Verlassen des Busses das Klassenzimmer seiner ehemaligen Schule...
Derart verwirrende Träume zeugen in der Regel von einem noch nicht festgesetzten Ziel. Der Träumende befand sich damals in einer Phase der Selbstfindung. Er hatte sich weder ein berufliches Ziel gesteckt, noch hatte er die innere Ruhe gefunden überhaupt an seinen weiteren Lebensweg zu denken.
Menschen, die derart verschiedene Traumhandlungen erleben, sind meist auf der Suche nach Entwicklung und Entfaltung. Sie scheinen unentwegt irgendwelche Dinge zu beginnen, aber nicht zuende führen zu können. Sie sind als relativ rastlos und auch leider sehr unzufrieden mit sich selbst einzustufen. Helfen, könnten in diesem Fall ein Entspannungstranig, Meditation und Autogenes Training, welches ermöglicht, dass zunächst einmal die Gedanken, die rasend schnell von einem Thema ins nächste fallen, etwas zur Ruhe kommen. Auf diese Weise wird es diesen Menschen erst möglich sein, sich auf eine einzige Sache zu konzentrieren und diese schließlich zuende zu führen. 

In einem anderen Beispiel, träumt eine Dame immer wieder ähnliche Träume. Meist handeln sie von zerfallenen und schäbigen Gebäuden, welche sich beim Betreten als wahre Paläste zeigen. Die Dame berichtete mir, dass sie derartige Träume bereits als Jugendliche hatte.
Gebäude in Träumen, zeigen immer die eigene Person an. So wie die Dame das Gebäude sah, so sah sie sich selbst.
Auf meine Frage hin, ob sie mit ihrem Erscheinungsbild zufrieden sei, verneinte sie energisch. Doch sie wusste durchaus um ihre inneren Werte, welche sie uneingeschränkt als sehr edel einschätzte. Es stellte sich heraus, dass die Dame schon recht lange ein Problem mit ihrem Körperbewusstsein hatte. So war sie jahrelang Hänselungen ihrer Geschwister und Mitschüler ausgesetzt, und kaum noch in der Lage, ihren Körper und somit sich selbst zu akzeptieren und dies in derartigem Ausmaß, dass sie nur selten das Haus verlassen wollte. Diese Entwicklung hemmte sie natürlich in vielen Bereichen des Lebens. Sie fand keinen Job, keinen Partner und war unsicher in allem was sie tat.
Anhand der Arbeit mit ihren Träumen, erkannte die Dame ihr Problem, welches sich im Laufe der Jahre zu einem wahren Berg entwickelt hatte. Doch es gelang ihr, sich selbst einmal mit anderen Augen zu betrachten und zu akzeptieren, dass ihre Schönheit aus der Seele kommt. Stück um Stück, begann sie an Ihrer Einstellung zu sich selbst zu arbeiten, begann die Fassaden der Traumgebäude zu restaurieren und trug somit Stein um Stein den Berg vor welchem sie stand ab.

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Symboldeutung in Träumen

Träume ergeben sich in Bildern, die anscheinend ohne sinnvollen Beginn immer schon da sind und die sich oft ohne oder kaum erkennbare Übergänge ablösen.

Aus der Sicht eines Träumenden wird ein Traum als Wirklichkeit empfunden. Dies gilt auch, wenn sich im Traum verhältnismäßig paradoxe Geschehen oder Umgebungen erkennen lassen. Hier sieht sich der Träumende diesen paradoxen als Hauptperson ausgeliefert und es wird sehr oft geschildert, dass während der Traumphase häufig das Empfinden eines »normalen« Ablaufes auftritt. Ist der Träumende erwacht, wird ihm auch sogleich sein schier unmögliches Traumerlebnis bewusst. Doch nicht nur in paradoxen, sondern in allen Arten von Träumen, muss insbesondere das Augenmerk auf die Symbole gerichtet werden.
Symbolsprachen zu entschlüsseln, stellt mitunter keine leichte Aufgabe dar. Man muss sich zunächst versinnbildlichen, was mit dem Begriff »Symbol« überhaupt gemeint ist und wie ein Traumsymbol uns eine Botschaft übermitteln kann.
Unter einem Symbol verstehen wir einen Namen oder ein Bild, welches durch eine Vielzahl von Bedeutungen gekennzeichnet ist. Nehmen wir das Symbol „Schlüssel“, als ein Beispiel.
Ein Schlüssel, stellt etwas dar, was für mehrere Dinge stehen kann. Man kann mit ihm etwas verschließen oder etwas öffnen. Dies könnten Türen oder aber auch Truhen und Schränke sein. Nun wird man feststellen, dass sich, wenn man sich etwas genauer mit dem Schlüssel befasst, noch weitere Bedeutungen erschließen. Was würden Sie Denken, wenn Sie einen Ihnen unbekannten Schlüssel auf der Straße finden? Sicher würde man sich zunächst einmal mit seiner eigenen Neugier konfrontiert sehen. Zu welchem Schloss passt dieser Schlüssel? Könnte er einen Schatz, oder ein Geheimnis freilegen? Wie sie bereits erkennen können, lässt sich also ein Symbol niemals vollständig in einen einzigen Bedeutungsbereich legen, sondern ist immer vielfach auseinander zu legen. Es hat demnach einen Mehrwert. Die Assoziation des Symbols Schlüssel, ist also: Öffnen, Verschließen, Räume, Türen, Truhen, Geheimnis etwas verborgenes usw.
Nun lässt sich freilich mit diesen Assoziationen als Einzeldeutung relativ wenig anfangen. Schaut man sich jedoch umliegende Symbole eines Traumes an, ergibt sich durchaus ein Gesamtbild, wie folgendes Beispiel Ihnen anschaulich machen soll:

Eine junge Frau flüchtet vor etwas unbekanntem in eine Art Leuchtturm. In Panik rennt sie die Stufen hinauf. Oben angekommen findet sie sich vor einer verschlossenen Türe wieder. Auf dem Boden liegt ein Schlüsselbund mit zahlreichen Schlüsseln. Voller Verzweiflung versucht sie einen Schlüssel nach dem anderen ins Schloss steckend, die Türe aufzuschließen. Kurz bevor der Unbekannte sie ergreift, findet sie den richtigen Schlüssel.
Was nun das Symbol Schlüssel aussagt ist bereits erläutert, nun gehen wir systematisch einmal das Traumgeschehen nach. Die Dame läuft vor etwas unbekanntem davon. Wenn in Träumen etwas unbekanntes auftaucht, so sollte dieses Traumsymbol wiederum; ebenso vielfältig wie auch das Symbol Schlüssel, gedeutet werden. Was wird nun hinter diesem unbekannten Etwas stehen?
Zum einen „etwas“, was uns in Panik versetzt. Die könnte sowohl eine Person sein, welche der Dame  in Kindertagen einmal einen großen Schrecken eingejagt hat, oder zu verletzen versuchte, als auch »etwas unbekanntes«, welches eine Erinnerung, oder aber auch einen Aspekt der Persönlichkeit sein, vor welchem sie davon läuft, weil er nicht akzeptiert wird.
So ergeben sich aus dem „Unbekannten“ folgende Assoziationen: etwas unbekanntes, Angst, Fortlaufen, Verdrängtes, usw.
Nehmen wir nun den Turm. Wenn wir vor einem solchen Turm stehen eröffnet sich auf den ersten Blick die Höhe. Hoch ragt er in den Himmel und lässt vermuten, dass auf deren Spitze ein unglaublicher Weitblick ermöglicht wird. Aber er zeigt uns auch räumliche horizontale Begrenzung an.  Mit wenigen Schritten, wäre dieser Turm durchquert und verschafft uns so das Gefühl der Enge. Wie auch das verfallene Gebäude im Beispiel der Dame, welches sich im inneren als Palast präsentierte. Wird auch ein Turm mit der eigenen Persönlichkeit in Verbindung gebracht. So wie die Dame den Turm betrachtete, so sah sie sich selbst. Hierbei müssen wir unser Augenmerk sowohl auf das äußere, als auch auf das innere des Turmes lenken.
Der Turm wird also mit den Aussagen: Höhe und Stärke, Aufsteigen, Enge und Begrenzung, assoziiert.
Nehmen wir den Traum als ganzes Bild , indem wir Symbol um Symbol als ein ganzes Bild zusammenfügen, ergäbe sich aus der Deutung folgende Botschaft:

Die Dame sieht sich selbst als hoch herausragend und über allen anderen stehend, doch könnte ihr Weitblick und somit der Zugang zu Ihrem höheren Bewusstsein erst nach Bewältigung der vielen Stufen stattfinden. Sie fühlt sich eingeengt, nicht aus ihrer Haut kommend und etwas unbekanntes drängt sie zum Aufstieg in Ihr Bewusstsein.  Oben angekommen, bleibt ihr jedoch zunächst der Zutritt zu ihrem höheren Selbst verwehrt. Dennoch scheint sie in der Lage, trotz des Verfolgers, der Panik und der Hetze im letzten Augenblick noch den rettenden passenden Schlüssel zum Zugang ihres Höheren Bewusstseins zu finden.
Die Dame sollte sich selbst Fragen, was ihr am meisten Angst macht. Sind es Empfindungen, Eindrücke oder Emotionen, so sollte sie hier nach der Wurzel dessen suchen. Wo kommen sie her, was hat die Angst ausgelöst. Die Angst, verfolgt sie und sie ist kurz davor, sich vor ihrer eigenen Angst zu retten, indem sie in ihr höheres Bewusstsein strebt. In diesem Bewusstsein könnte sie durch den Weitblick, die Dinge erfassen, welche ihr sonst verborgen bleiben. Es heißt also im Klartext für diese Dame, dass aufsteigen muss, um hinabzuschauen und gegebenenfalls zu erkennen, war oder was sie verfolgt. Es muss ihr jedoch auch klar sein, dass sie irgendwann wieder hinab muss, und sich somit ihrer Angst stellen muss.

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Sie sehen liebe Leserinnen und Leser, wie tief ein Traum in unser Seelenleben und in unser Unterbewusstsein greifen muss, um uns die erforderlichen Seelenbotschaften zu übermitteln.

Um jedoch überhaupt eine Sinnvolle Traumdeutung aus Symbolen erstellen zu können, ist es immens wichtig, dass wir unsere nächtlichen Traumbotschaften so detailgenau als möglich notieren.
Unser Traumtext hat zunächst nichts anderes zu enthalten als das reine Traummaterial.

Er ist für uns ein Urtext der unbewussten Seele. Es gibt Menschen, die mit ihren Träumen gleich sorglos und unachtsam umgehen wie mit ihren übrigen Erlebnissen. Wir müssen unsere Träume als Geschenk an uns sehen und uns auch bei der späteren Deutung nicht von ungefähren Annahmen leiten lassen. Jedes Symbol im Traum, hat seinen festen Platz, sowie jede Emotion und jeder Traumablauf.

© Anne Sieger - Kolumne aus der Zeitschrift Sternenwelt 04 • Der Stoff aus dem die Träume sind

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